Gegen den 12-Stunden-Tag!

Stadträtin Elke Kahr: „Jetzt ist Solidarität über alle Parteigrenzen hinweg notwendig“

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Der 12-Stunden-Arbeitstag war schon Thema beim jährlichen Maiaufmarsch der KPÖ. Nun ist parteienübergreifende Solidarität notwendig um dieser Verschlechterung entgegenzuwirken.

Als Grazer Verkehrsstadträtin erklärte sich Elke Kahr ausdrücklich solidarisch mit der Betriebsversammlung der Graz Linien, die am kommenden Montag am Vormittag stattfinden wird: „Es geht um eine grundsätzliche Frage. Wir brauchen Arbeitszeitverkürzung und keinen 12-Stunden-Arbeitstag. Mit ihrer Aktion handelt die Gewerkschaft im Sinne der großen Mehrheit der Bevölkerung.“

12-Stunden-Arbeitstag und 60-Stunden-Woche bedrohen das Privat- und Familienleben und die Gesundheit der Beschäftigten in Österreich. Vor allem Familien mit Kindern werden vor schier unbewältigbare Herausforderungen gestellt. Die wenigsten erinnern sich noch daran, dass 2007, also vor 11 Jahren, der 10-Stunden-Normalarbeitstag und die 50-Stunden-Woche überhaupt erst eingeführt wurden. Jetzt geht der Angriff auf elementarste Rechte und Errungenschaften der Arbeiter und Angestellten in Österreich weiter. Dass die bereits damals bemühten Versprechen der Einführung einer 4-Tage-Woche und von längeren Freizeitblöcken in den meisten Fällen nicht wahr geworden sind, zeigt die Realität.

Die Stadträtin betont, dass man jetzt und gemeinsam aktiv werden müsse. Schwarz-Blau will nämlich diese gravierende Verschlechterung schon in der kommenden Woche im Nationalrat beschließen. „Jetzt ist Solidarität über alle Parteigrenzen hinweg notwendig“, so Kahr.

27. Juni 2018