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"Gegen Kautionswucher"

Tageszeitung ok berichtet über Initiative der KPÖ

Gegen Kautions-Wucher Überhöhte Kautionen machen immer mehr Grazern Strich durch die Rechnung.

GRAZ. Alleine in den letzten zwei Wochen landeten zwölf wohnungssuchende Grazer im Büro der KPÖ-Politikerin Elke Kahr. Grund war die nicht leistbare Kaution. "Und es werden immer mehr Menschen in Graz, die diese Hinterlegungssumme nicht aufbringen können", schlägt die Wohnungsstadträtin Alarm.

Da es keine gesetzliche Höchstgrenze gibt, kommt es in Einzelfällen auch zu Kautionsforderungen in der Höhe von bis zu fünf (!) Bruttomonatsmieten. "Wir haben anhand von 600 Wohnungen, die derzeit beim Studentischen Wohnungsservice angeboten werden, errechnet, dass der Mieter im Durchschnitt 1600 Euro an Kaution berappen muss", weiß Kahr. Auf Grund der strengen Richtlinien hat das Sozialamt im vorigen Jahr in nur 38 Fällen Kautions-Summen in der Höhe bis 720 Euro ausbezahlt. "Ältere Personen, Alleinerziehende und auch Studenten fallen da durch den Rost."

Geld sofort ersetzen
Deshalb wird die KPÖ in der heutigen Gemeinderatssitzung einen Antrag einbringen und fordert die Schaffung eines Kautionsfonds. Genau: Stadt, Land, aber auch karitative Organisationen sollen für sozial-schwache Wohnungswerber als Bürge fungieren und damit eine sofort zu zahlende Hinterlegungssumme ersetzen.

Do, 28.6.2007 Quelle: OK-Zeitung.Graz)

28. Juni 2007