Gemeinderat: KPÖ fordert Hitze-Kataster für Grazer Schulen
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Die Auswirkungen der Klimakrise werden immer spürbarer – die aktuelle Hitzewelle ist eine große Belastung für viele Menschen und ist selbstverständlich auch im Schulalltag spürbar. Die steirische Bildungsdirektion hat zuletzt alle Schulleitungen aufgefordert „organisatorisch flexibel auf die Hitzewelle zu reagieren“. Schulen „hitzefrei“ zu geben, sei bislang aber noch kein Thema.
Aktuelle Forschungsergebnisse aus Österreich zeigen, dass hohe Temperaturen in Schulen die Konzentrationsfähigkeit beeinträchtigen und von Schüler:innen sowie Lehrkräften als erhebliche Belastung wahrgenommen werden. Hitze wirkt sich damit nicht nur auf das Wohlbefinden, sondern auch auf die Lern- und Arbeitsbedingungen aus.
„Als Schulerhalterin trägt die Stadt Graz Verantwortung für die Gebäude und die baulichen Rahmenbedingungen an ihren Schulstandorten. Um Investitionen in Beschattung, Begrünung, Lüftung oder andere Maßnahmen gezielt dort setzen zu können, wo der Bedarf am größten ist, braucht es zunächst eine fundierte Datengrundlage“, sagt KPÖ-Gemeinderat Christopher Fröch.
Letzte Woche hat er daher im Gemeinderat angeregt, dass die Bildungsabteilung der Stadt Graz einen Hitze-Kataster, für die von der Stadt Graz als Schulerhalterin betreuten Schulen, erstellen soll. Dieser würde erstmals einen systematischen Überblick darüber schaffen, welche Schulen und Klassenräume besonders von Überhitzung betroffen sind. Gleichzeitig würde es ermöglichen, zukünftige Maßnahmen nachvollziehbar zu priorisieren und die Anpassung der städtischen Bildungsinfrastruktur an die Folgen der Klimakrise strategisch zu planen.
„Gerade weil Kinder und Jugendliche einen großen Teil ihres Tages in Schulen verbringen, ist ein wirksamer Schutz vor Hitze auch eine Frage der Gesundheitsvorsorge und der Chancengerechtigkeit. Wir wissen heute sehr genau, welche Straßen und Plätze im Sommer besonders heiß werden. Wir sollten genauso wissen, in welchen Klassenräumen Grazer Kinder bei 30 Grad und mehr lernen müssen“, so Christopher Fröch.
Veröffentlicht: 25. Juni 2026