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Gemeindewohnungen: Vorhaben werden umgesetzt

Gemeinsame Pressekonferenz von Stadträtin Kahr und Stadtrat Rüsch

Nach Jahren des Stillstand im kommunalen Wohnbau werden in Graz wieder in größerem Umfang neue Gemeindewohnungen gebaut. 500 Wohneinheiten, in denen Menschen ein neues Zuhause finden, werden an 10 Standorten - verteilt über das ganze Stadtgebiet - geschaffen. Gemeinsam präsentierten Liegenschafts- und Finanz-Stadtrat DI Dr. Gerhard Rüsch (ÖVP) und Wohnungsstadträtin Elke Kahr (KPÖ) am 25. Jänner 2011 den Stand des Sonderwohnbau-Programms der Stadt Graz

Neun Millionen für Grundstücke

"Der Bedarf an leistbaren Wohnungen ist unbestritten, und daher hat sich die Regierungskoalition mit der KPÖ in dieser Frage rasch geeinigt. Nun setzen wir dieses Vorhaben konsequent um", erklärte Stadtrat Gerhard Rüsch. "Dabei investieren wir insgesamt neun Millionen Euro für den Ankauf der Grundstücke und schaffen in der Bauwirtschaft einen Nachfrageimpuls von rund 40 Millionen Euro", betonte er.

Die Planungen für diese Wohnbauten laufen derzeit auf Hochtouren, denn: "Ende 2012 werden wir bereits die Schlüssel für 332 Wohnungen übergeben können", sagte Stadträtin Elke Kahr, die sich gemeinsam mit einer Bürgerinitiative für den Ankauf der Hummelkaserne stark gemacht hat. In der vergangenen Gemeinderatssitzung wurde dieses Vorhaben unter Dach und Fach gebracht.

Gemeindewohnungen über die Stadt verteilt

Die Hälfte der zehn Wohnbau-Standorte liegt in Bezirken rechts der Mur, die andere Hälfte hingegen in "besseren" Wohngegenden am linken Murufer wie zum Beispiel am Rehgrund. Und das sind die Standorte, auf denen bald neuer Wohnraum geschaffen wird:

Ilwofgasse 45 Wohnungen
Jauerburggasse/Münzgrabenstraße 110 Wohnungen
Zeillergasse 44 Wohnungen
Mariatroster Straße 13 Wohnungen
Brucknerstraße 22 Wohnungen
Alte Poststraße/Zeppelinstraße 99 Wohnungen
Am Rehgrund 18 Wohnungen
Hummelkaserne 90 Wohnungen
Sternäckerweg 50 Wohnungen
Kalvarienbergstraße 24 Wohnungen

Soziale und ökologische Kriterien

Bei der Errichtung der neuen Wohnbauten spielen Kriterien der Ökologie und Energieeffizienz sowie soziale Aspekte eine ganz wichtige Rolle. So wird in der Zeillergasse aufgrund des geringen Grünraumanteils in der Umgebung ein eigener Quartierspark errichtet, weiters werden in diesem Passivhaus eine Solartankstelle und Car-Sharing selbstverständlich sein. In der alten Poststraße/Zeppelinstraße hingegen ist auch ein Areal für "Betreutes Wohnen" vorgesehen; Solar- und Fotovoltaikanlage wie auch der Passivhausstandard sind auch hier selbstverständlich.
Alle Wohnungen werden als "Übertragungswohnbauten" durch Genossenschaften errichtet - das bedeutet, die Stadt stellt das Grundstück zur Verfügung und erhält im Gegenzug das Einweisungsrecht für MieterInnen.

Rund 1.600 Personen sind jedes Jahr im städtischen Wohnungsamt als wohnungssuchend vorgemerkt, und 700 Wohnungen können vermittelt werden.

(Nach Material von graz.at)

25. Januar 2011