Archivierte Artikel: Die enthaltenen Informationen sind möglicherweise veraltet.

Gesundheitsrisiko Job

Gemeinderätin Elke Heinrichs: "Erst wird evaluiert, dann Personal reduziert - Folgen sind oft bedrohlich"

PflegeberufWikipedia.jpg

Auch in vielen Gesundheitsberufen führen Personaleinsparungen und mangelnde Wertschätzung zu Erkrankungen bei den Beschäftigten.

„Eine wesentliche Begründung für die vermehrt auftretenden psychischen Probleme in der Bevölkerung sind zunehmender Druck und Überforderung an unseren Arbeitsplätzen.“ Mit diesen Worten bestätigt Gemeinderätin und KPÖ-Gesundheitssprecherin Elke Heinrichs die von Johanna Vucak in der Wochenzeitung „der grazer“ vom vergangenen Sonntag geschilderte Problematik.

Experten (Ärzte, AK…) weisen darauf hin, dass die in solchen Fällen mittlerweile am häufigsten verordneten Medikamente Antidepressiva sind und dass uns beträchtliche wirtschaftliche Schäden aus den resultierenden Folgeschäden erwachsen: Kosten für Medikamente und Behandlungen, Krankenstände und immer längere Ausfälle von Bediensteten sind im Steigen. Von massiven soziologischen Problematiken einmal ganz abgesehen….

„Als langjährige Bedienstete im Gesundheitsbereich kann ich den genannten Erhebungen nur beipflichten“, verweist Heinrichs insbesondere auf Gespräche mit zahlreichen Kolleginnen aus Abteilungen der verschiedenen Krankenhäuser in der Stadt und in unserem Bundesland, aber auch mit den Mitarbeitern ihres Berufsverbandes. „Sehr oft werden Evaluierungen durchgeführt (wer beauftragt!?) mit dem Ergebnis, dass Personal bis zur Grenze maximaler Auslastung der Verbleibenden eingespart wird. Ein Umstand, der sicherlich allerorts, aber speziell in den Gesundheitsbetrieben, teils Bedrohliches zur Folge haben kann!“, warnt die Gesundheitssprecherin.

„Als Gemeinderätin der KPÖ fordere ich daher die Verantwortlichen sowohl der privaten als auch der öffentlichen Betriebe der Stadt dazu auf, ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter nicht nur genug gerecht zu entlohnen, sondern ihnen auch die entsprechende Wertschätzung entgegenzubringen, und nicht durch Einsparungen und Auflösungen zu demonstrieren, dass wir zu viele sein könnten!“, findet Elke Heinrichs klare Worte.

2. September 2013