Gewalt an Frauen: Angekündigter Gewaltschutzgipfel soll endlich stattfinden!

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Gewaltschutzgipfel, Medienkampagne, Schulprojekte. Die Stadt soll einen aktiven Beitrag für den Schutz von Frauen leisten, fordert die KPÖ.

Jede fünfte Frau ist ab ihrem 15. Lebensjahr körperlicher und/oder sexueller Gewalt ausgesetzt. Jede dritte Frau musste seit ihrem 15. Lebensjahr eine Form von sexueller Belästigung erfahren. Alleine heuer sind bereits 14 Frauen mutmaßlich durch (Ex-)Partner, Bekannte oder Familienmitglieder ermordet worden. In der Grazer Idlhofgasse fand am 7. April ein Femizid statt.

Bereits letzten Sommer wurde ein Grazer Gewaltschutzgipfel in Aussicht gestellt. Bis heute hat man allerdings nichts mehr gehört“, so Gemeinderätin Sahar Mohsenzada, die in der kommenden Gemeinderatssitzung bei der verantwortlichen Stadträtin Schwentner (Grüne) nachhaken wird. Die Stadt Graz könnte mit einem solchen Gewaltschutzgipfel eine Plattform bieten, um für verbesserten Austausch und Zusammenarbeit zwischen verschiedenen Organisationen wie beispielsweise Polizei, Frauenhäuser und Grazer Opferschutzeinrichtungen zu sorgen.

Medienkampagne für Grazer Opferschutzeinrichtungen

Auch KPÖ-Frauensprecherin Christine Braunersreuther ortet in Sachen Frauenschutz noch viele Möglichkeiten, die der Stadt zur Verfügung stehen: „Viele von Gewalt betroffene Frauen geben an, dass sie sich schon zu einem früheren Zeitpunkt an Schutzeinrichtungen gewandt hätten, hätten sie von dem Angebot gewusst. Hier soll die Stadt Grazer Opferschutzeinrichtungen und Frauenhäuser mit ihren Ressourcen unterstützen und zusammen eine Medienkampagne zur Steigerung des Bekanntheitsgrades erarbeiten.

Projekttage in Schulen

Geschlechtersensibilität fängt schon früh an. Damit sich Geschlechterbilder nachhaltig ändern und damit Femiziden und anderen Gewaltausbrüchen gegenüber Frauen vorgebeugt werden kann, sollen spezialisierte Vereine wie Vivid oder Liebenslust Workshops an Grazer Pflichtschulen durchführen. „Die Stadt würde ein starkes Zeichen gegen Gewalt an Frauen setzen, wenn solche Workshops bei voller Ausfinanzierung verpflichtend für alle Unterstufenklassen angeboten würde“, so Braunersreuther

 

18. Mai 2021