Graz baut Kinderbetreuung weiter aus

13 neue Gruppen, 54 neue Dienstposten

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Die Stadt Graz treibt den Ausbau der Kinderbetreuung konsequent voran – trotz angespannter budgetärer Rahmenbedingungen.

Die Stadt Graz treibt trotz angespannter Finanzlage den Ausbau der Kinderbetreuung voran. Gleich mehrere neue Gruppen sollen in den kommenden beiden Kindergartenjahren entstehen.

Bereits mit dem Jahr 2026/27 werden drei Projekte umgesetzt:

  • Steinbergstraße (Neubau): zwei neue Kinderkrippengruppen – das entspricht neun Vollzeitstellen für Betreuer und Pädagogen.
  • Ghegagasse (Übernahme von WIKI): drei Kinderkrippengruppen mit 13,5 Vollzeitstellen.
  • Mariengasse (Übernahme von Caritas): fünf Kindergartengruppen mit 17,5 Vollzeitstellen.

Ein Jahr später, im Kindergartenjahr 2027/28, folgt ein weiterer Standort:

  • St. Peter Hauptstraße (Neubau): zwei Kindergartengruppen sowie eine Kinderkrippengruppe – das macht 14 Vollzeitstellen.


Zahlen im Überblick

Insgesamt werden damit sechs Kinderkrippen- und sieben Kindergartengruppen künftig von der Stadt betrieben. Drei der Kinderkrippen- und zwei der Kindergartengruppen sind komplett neu. Insgesamt schafft die Stadt Graz durch diese Maßnahmen 54 zusätzliche Dienstposten für Betreuerinnen und Pädagogen.
 

Kontinuität bei Übernahmen bewusst gewahrt

Bei jenen Einrichtungen, die von anderen Trägern übernommen werden, setzt die Stadt bewusst auf Kontinuität: Das bestehende Personal bleibt an Bord, damit Kinder weiterhin von vertrauten Bezugspersonen betreut werden können.

Seit 2024 wurden bereits insgesamt 27 neue Kindergarten- und 15 Kinderkrippengruppen in das städtische Tarifsystem aufgenommen.
 

Bildungsbudget stark erhöht

Ermöglicht wird der Ausbau durch eine klare finanzpolitische Schwerpunktsetzung. Trotz stagnierender Einnahmen, zusätzlicher gesetzlicher Verpflichtungen und gestiegener Belastungen für Städte und Gemeinden hat Graz das Bildungsbudget in den vergangenen Jahren deutlich angehoben: von 81,7 Millionen Euro (2022) auf 114,5 Millionen Euro (2026) – ein Plus von über 40 Prozent. Bereits heute fließt jeder dritte Euro des operativen Stadtbudgets in den Bereich Bildung.

Die Maßnahmen für 2026/27 sind bereits im Budget eingeplant. Die Erweiterung in der St. Peter Hauptstraße wird im Rahmen der kommenden Budgetverhandlungen für 2027 und die Folgejahre finanziell abgedeckt.
 

„Entlastung im Alltag“

„Gerade in Zeiten eines angespannten Budgets ist es für uns entscheidend, dort zu investieren, wo es die Menschen im Alltag direkt entlastet. Der Ausbau der Kinderbetreuung hat für die Rathauskoalition höchste Priorität. Wir schaffen mehr Plätze, sichern Qualität und unterstützen Familien ganz konkret“, betont Finanzstadtrat Manfred Eber (KPÖ).

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Veröffentlicht: 23. April 2026