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Graz: Opposition kritisiert schwarz/grüne Imagekampagne

Gemeinsame Pressekonferenz von SPÖ, KPÖ und FP

Opposition kritisiert Grazer Imagekampagne
Mario Eustacchio (FPÖ), Martina Schröck (SPÖ) und Elke Kahr (KPÖ) präsentierten sich in oppositioneller Einigkeit
SPÖ, KPÖ und FPÖ kritisieren eine geplante Imagekampagne der Stadt Graz. In einer gemeinsamen Pressekonferenz am Freitag sprachen sie von Kosten in Höhe von einer Million.

Gemeinsam mit der Graz Holding soll in Kinospots, Inseraten und auf Plakaten das Dienstleistungsangebot des Hauses Graz präsentiert werden, und das, so die Opposition, knapp vor der Gemeinderatswahl - diese geht in einem Jahr über die Bühne.
Konkret geht es um eine Imagekampagne, die die Stadt 500.000 Euro und die Graz Holding dieselbe Summe kosten soll – es gehe also insgesamt um eine Million Euro, so die Oppositionsparteien. Das sei Geld, das in Zeiten der Sparpakete besser eingesetzt werden könnte, meinen SPÖ, FPÖ und KPÖ.

KPÖ-Stadträtin Elke Kahr würde mit dem Geld lieber die Wohnungssituation für Menschen mit wenig Geld verbessern, „nachdem ich für das Wohnen zuständig bin und natürlich tagtäglich sehe, wie schwer sich die Menschen tun, die einkommensschwächer sind, eine leistbare Wohnung zu finden. Man müsste Maßnahmen und Mittel in die Hand nehmen, um zumindest die Wohnungseinstiegskosten zu minimieren.“
(ORF.on Steiermark, 17. 1. 2012)

Die KPÖ-Stadträtin kündigte an, dass sie in Gesprächen mit dem Bürgermeister dafür eintreten werde, die für das Wohnungsamt reservierte Summe aus dieser Kampagne statt dessen für die Finanzierung des Kautionsfonds einzusetzen.

17. Februar 2012