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"Graz wird Potemkinsches Dorf der Superlative"

KPÖ-Fuchs kritisiert Ankündigungspolitik der ÖVP

Viel Oberfläche, aber wenig Inhalt – das scheint laut Georg Fuchs, Kultursprecher der KPÖ im Grazer Gemeinderatsklub, in den letzten Jahren die Devise der Grazer Kulturpolitik geworden zu sein. Seit dem Ende des Kulturhauptstadtjahres 2003 versuche die Grazer Volkspartei verzweifelt, die Stadt mit immer neuen Titeln zu schmücken, erinnert Fuchs an den mehrfach gescheiterten Versuch, Graz zur „Architekturhauptstadt“ zu erklären.

„’City of Design’ ist eine weitere Worthülse, die letztendlich viel Geld für den Überbau verschlingen, aber ohne nachhaltige Wirkung bleiben wird“, ist Fuchs pessimistisch, was die Umsetzung der selbst gesteckten Ziele der „Creative Industries Styria GmbH“ (CIS) anbelangt: „Die von Bürgermeister Nagl genannte Zahl von 10.000 neuen Jobs bis 2010 ist derartig überzogen, wer soll solche Wahlversprechen ernst nehmen?“

„Graz sollte das Geld in die Verbesserung der Lebensqualität investieren und dadurch die Attraktivität für den Kreativsektor erhöhen. Es wird zu viel versprochen und zu wenig gehalten. Unsere Stadt droht zu einem Potemkinschen Dorf der Superlative zu werden.“

6. September 2007