KPÖ fordert: Grazer Schulsoftware soll barrierefrei werden

Philipp Ulrich (c) Julia Prassl.jpg
„In vielen digitalen Teilbereichen ist die Stadt Graz bereits auf einem guten Weg. Wir können auch auf ein barrierefrei erprobtes Reservoir an Software zurückgreifen. Umso unverständlicher ist es, wenn statt dem barrierefreien Softwareangebot, auf ein alternatives – nicht sonderliche barrierefreies – Produkt gesetzt wird“, sagt KPÖ-Inklusionssprecher Philipp Ulrich.

Digitale Technologien sind heute ein zentraler Bestandteil unseres Alltags. Wir kommunizieren über soziale Netzwerke, informieren uns auf Websites, erledigen Behördengänge online und nutzen digitale Lernplattformen. Damit alle Menschen gleichermaßen an diesen digitalen Angeboten teilhaben können, ist digitale Barrierefreiheit von großer Bedeutung. Sie sorgt dafür, dass Inhalte und Anwendungen so gestaltet sind, dass sie von möglichst vielen Menschen, unabhängig von ihren individuellen Fähigkeiten genutzt werden können.

„Wenn Websites, Apps oder digitale Dokumente nicht barrierefrei gestaltet sind, können sie für manche Menschen schwer oder sogar gar nicht nutzbar sein. Ein Beispiel sind Bilder ohne Bildbeschreibung für Menschen mit Sehbeeinträchtigungen, Videos ohne Untertitel für gehörlose Personen oder komplizierte Benutzeroberflächen, die Menschen mit motorischen Einschränkungen Schwierigkeiten bereiten“, weiß KPÖ-Inklusionssprecher Philipp Ulrich.

„Gerade als Stadt Graz, ausgestattet mit einer eigenen Inklusionsstrategie haben wir hier natürlich eine besondere Vorbildwirkung. In vielen digitalen Teilbereichen sind wir bereits auf einem guten Weg. Wir können auch auf ein barrierefrei erprobtes Reservoir an Software zurückgreifen. Umso unverständlicher ist es, wenn statt dem barrierefreien Softwareangebot, auf ein alternatives – nicht sonderliche barrierefreies – Produkt gesetzt wird“, so Ulrich weiter.

An den Grazer Schulen wird die digitale Plattform EduPage verwendet, welche in vielen Punkten nicht dem Standard digitaler Barrierefreiheit entspricht, während das wesentlich inklusivere SchoolFox System nicht zur Anwendung kommt.

Daher fordert Ulrich von Bildungstadtrat Kurt Hohensinner (ÖVP) – der in seiner vormaligen Funktion als Inklusionsstadtrat maßgeblich an der Erarbeitung der Inklusionsstrategie beteiligt war – zu prüfen, ob die Schulsoftware EduPage kostengünstig barrierefrei adaptiert werden kann. Sollte dies nicht möglich sein, sollte ein flächendeckender Umstieg auf das barrierefreie SchoolFox System angestrebt werden. 

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Veröffentlicht: 17. März 2026