Griesplatz: Neues Konzept in Planung.

Im Gemeinderat wurde die Planung für ein neues Verkehrskonzept samt Straßenbahnanbindung beschlossen.

Griesplatz1.jpg

Zu lang wurde der Griesplatz von der Grazer Politik stiefmütterlich behandelt. Nun folgt eine neue Planung: Straßenbahn und verkehrsberuhigende Maßnahmen inklusive.

Für viele Menschen hat der Griesplatz eine zentrale Bedeutung. Doch gerade die Aufenthaltsqualität ist für Fußgänger-
Innen und Radfahrende endend wollend. Bereits im Jahr 1998 wurde ein erster Architekturwettbewerb zur Neugestaltung des Griesplatzes durchgeführt. Diese Neugestaltung wurde jedoch nur teilweise im nördlichen Bereich des Platzes ausgeführt. Das gesamte Siegerprojekt wurde nie umgesetzt.


„Deswegen ist es höchste Zeit, die Versäumnisse der letzten Jahrzehnte wettzumachen. Der Griesplatz soll für die Bevölkerung menschenfreundlicher gestaltet werden und es kann gar nicht anders gehen, dass der Griesplatz eine Straßenbahnanschluss erhält“, so Verkehrsstadträtin Elke Kahr. Die Planung umfasst neben einem neuen Verkehrskonzept und einer Lösung für die Regionalbusse eine Anbindung des Griesplatzes an die geplante Süd-West-Straßenbahnlinie, die vom Jakominiplatz über den Griesplatz, Don Bosco und schließlich bis nach Strassgang führen soll. Schon nächstes Jahr sollen die ersten Ergebnisse präsentiert werden.

Stichwort Josef-Huber-Gasse: Viele befürchten, dass es durch die geplante Verbindung von der Josef-Huber-Gasse zu den Reininghausgründen zu einem erhöhten Verkehrsaufkommen auf dem Griesplatz kommen wird. "Uns ist es wichtig, dass es zu einer schnellen Radverkehrsanbindung der Reininghausgründe zum Griesplatz kommt. Und ob der motorisierte Individualverkehr von den Reininghausgründen über die Josef-Huber-Gasse zum Griesplatz geführt wird, ist absolut nicht in Stein gemeiselt. Ganz im Gegenteil: Beispielsweise wäre eine Einbahnregelung hier durchaus vorstellbar.", erklärt Kahr.

18. September 2020