GSV Wacker - ÖVP und FPÖ stehlen sich aus Verantwortung

KPÖ-Gemeinderat Horst Alic: „Wir sind leider weit weg von einer Rettung des Vereins. Stadtrat Hohensinner trägt Mitschuld an der derzeitigen Lage!"

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Zur Vorgeschichte: Durch den Bau der Ballsporthalle in der Hüttenbrennergasse wurde der GSV Wacker ihr Heimatplatz, der Körnerplatz, genommen. Der Traditionsverein war in der Schönausiedlung tief verwurzelt. Der sozial und integrativ höchst wertvolle Beitrag, den die Wacker geleistet hat, war unbezahlbar für das Viertel. Bis zu 100 Jugendliche und Kinder aus der direkten Umgebung fanden im Verein ein herzliches Zuhause. Mit der Übersiedelung im Jahr 2016 auf den Postplatz in Puntigam nahm das traurige Schicksal seinen Lauf: Kinder und Jugendlichen blieben aus und der Verein muss seinen Spielbetrieb mit 30. Juni einstellen.

 

Die Wacker hat auf dem Postplatz keine Zukunft. Deswegen haben wir uns für die Rückkehr des Vereins in die Schönausiedlung ausgesprochen. Ein Platz wäre beispielsweise am Areal der Kirchnerkaserne frei, welcher auch lange von Stadtrat Hohensinner dem Verein in Aussicht gestellt wurde. Letztlich hat Stadtrat Hohensinner aber Nein dazu gesagt und somit das traurige, aber auch absehbare Schicksal der Wacker ausgelöst. Auch heute hat sich Stadtrat Hohensinner gegen eine komplette Rückkehr der Wacker in die Schönausiedlung ausgesprochen“, sagt Gemeinderat Horst Alic.

 

Statt den Dringlichen Antrag („Rückkehr der Wacker in die Nähe der Schönausiedlung“) der KPÖ anzunehmen, hat die ÖVP einen zahnlosen Abänderungsantrag mit den Stimmen der FPÖ durchgesetzt. „Es ist zwar positiv, wenn Sportstadtrat Hohensinner in allerletzter Minute das Gespräch mit dem in Havarie geratenen Verein sucht und einen Fußballgipfel angeboten hat. Aber wir sind noch weit weg von einem greifbaren und konstruktiven Lösungsvorschlag von Seiten des Sportstadtrates, der auch für die derzeitige Lage der Wacker mitverantwortlich ist“, so Alic.

 

Und die FPÖ? Noch im September des letzten Jahres hat Gemeinderat Sickl (FPÖ) einen Antrag gestellt (siehe Beilage), welcher direkt eine Rückkehr der Wacker in die Nähe der Schönausiedlung fordert. Nun hat man gegen den KPÖ-Antrag gestimmt, der genau das eingefordert hat.

6. Juni 2019