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GVB: Neuer Fahrplan bringt auch Verschlechterungen

Sonntags kein 67er in Gries - Straßenbahnintervalle ausgedehnt

Die Jubelmeldungen von GVB und Schwarz-Grün über Ausweitungen beim Abendverkehr waren bestenfalls nur die halbe Wahrheit. Das zeigen die kritischen Stimmen von Fahrgästen.

Die Grazer KPÖ-Stadträtin Elke Kahr weist vor allem darauf hin, dass die extrem langen Intervalle am Sonntagmorgen bei den Linien 1 und 7 Probleme für Krankenhausbedienstete bringen. Deshalb hatte KPÖ-Gemeinderat Andreas Fabisch bereits am 11. Februar dieses Jahres eine Verdichtung statt einer Ausdünnung der Intervalle gefordert.
Die Einstellung der Linie 6 am Sonntag macht es für Bahnreisende am Vormittag ebenfalls schwerer, zum Hauptbahnhof zu kommen.

Und auch der Abendverkehr auf den Linien 67 und 33 hat einen Pferdefuß: Beide Linien haben Sonntags nur eine verkürzte Linienführung. Für die Linie 67 bedeutet das: Eine wichtige Verkehrsverbindung für den ohnehin benachteiligten Bezirk Gries fällt an diesen Tagen künftig weg. Die Intervalle auf der Strecke Griesplatz – Kapellenstraße verdoppeln sich daher.

Elke Kahr: „Die Einsparvorgaben der schwarz-grünen Stadtregierung haben beim GVB-Fahrplan mehr Verschlechterungen als Verbesserungen gebracht. Darüber hinaus ist eine Taktverdichtung der Straßenbahn, die im Interesse der Krankenhausbeschäftigten gewesen wäre, in weite Ferne gerückt. Auf diese Weise wird man den öffentlichen Verkehr nicht attraktiver machen.“

15. September 2009