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Hummelkaserne muss Vorrang haben

Gemeindewohnungen sind Teil des Abkommens zwischen Schwarz/Grün und KPÖ

Bei der Grazer KPÖ ist man besorgt darüber, dass der Ankauf des Areals der Hummel-Kaserne von der Stadt Graz nicht mit dem nötigen Nachdruck verfolgt werden könnte. Zuletzt hatte die (durch den Abriss des Kommod-Hauses bekannte) Immobilienfirma Wegraz Interesse am Kauf angemeldet. Nun meldet die Tageszeitung Standard in ihrer heutigen Ausgabe (6.2.), dass Bürgermeister Nagl dem Plan, auf dem Areal der Hummelkaserne Gemeindewohnungen zu errichten, „nichts abgewinnen“ (!) könne.

Die KPÖ erinnert an den einstimmigen Beschluss des Gemeinderates für den Bau von Gemeindewohnungen auf Kasernengrund und an die Vereinbarung zwischen Schwarz/Grün und KPÖ. Darin heißt es wörtlich: „Die Stadt Graz interessiert sich insbesondere für das Gelände der ehemaligen Hummelkaserne zum Zwecke der Errichtung von Gemeindewohnungen.“

Wenn man das Ziel, 500 neue Gemeindewohnungen in Graz zu erreichten, auch nur annähernd erreichen will, dann muss es Priorität haben, die Hummelkaserne für die Stadt Graz zu sichern und dieses Interesse auch gegenüber dem ÖVP-Finanzministerium und dem zuständigen ÖVP-Staatssekretär Lopatka durchzusetzen.

Dieses Vorhaben ist kein Luftschloss, sondern realistisch und vor allem finanzierbar. Deshalb forderte Wohnungsstadträtin Elke Kahr am Freitag den Bürgermeister auf, sich entschieden für den Ankauf des Areals der Hummelkaserne einzusetzen, damit dort Gemeindewohnungen errichtet werden können. Das ist viel rascher realisierbar als die Asset-One-Gesamtplanung.

6. Februar 2010