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Kaltenegger: Sozialpolitik statt Events

Kleine Zeitung über KPÖ-Pressekonferenz (27.7.05)

GRAZ. „Die Superreichen sind eine kleine Minderheit. Aber diese Minderheit bestimmt, was in der Steiermark geschieht.“ Mit einem klassenkämpferischen Manifest wird die KPÖ ab heute vor Gemeindeämtern in allen Bezirksstädten vertreten sein, um in den nächsten vier Wochen die nötigen zweihundert Unterstützungserklärungen für jeden Wahlkreis zu bekommen. Angriffspunkt des „Manifestes der Liste Kaltenegger–KPÖ“ ist aber auch der Tierpark Herberstein. „Für die ,Gräfin‘ Herberstein hat man Millionen parat, wichtige Initiativen im Sozial- und Kulturbereich müssen um ihr Geld zittern“, übt Kaltenegger Kritik an diversen Förderungen. Weniger klassenkämpferisch als in seinem Manifest zeigte sich Kaltenegger gestern beim Startschuss für das Sammeln der Unterschriften. Die KPÖ werde sich auf den Problembereich Ost- und Weststeiermark konzentrieren. Eine Hürde ortet Kaltenegger in der kurzen Frist von vier Wochen, den Öffnungszeiten der Gemeinden und der Urlaubszeit. Auf Distanz geht er zu Gerhard Hirschmann, der sich eine Zusammenarbeit mit Kaltenegger vorstellen kann: „Ich glaube, dass unsere politischen Ansichten nicht ganz kompatibel sind. Nicht umsonst heißt es bei uns: Sozialpolitik statt Eventpolitik.“ CARINA KERSCHBAUMER
(Kleine Zeitung, 27. 7. 05)

1. August 2005