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Kastner-Dach: Auskunft unbefriedigend

Kupferverkleidung auf unbestimmte Zeit verschoben

Altstadtschützer und Besucher der Grazer Altstadt haben in den vergangenen Monaten immer wieder die Frage gestellt, wann die versprochene und mit der UNESCO vereinbarte Kupferverkleidung für das neue Kastner&Öhler-Dach endlich angebracht wird. Auch die Grazer KPÖ hatte am 27. August in einer Aussendung betont: „Seit der Fertigstellung des Kastner-Umbaus warten wir nun schon seit Monaten auf diesen wichtigen Schlusspunkt der Umgestaltung, der sowohl der Gemeinde als auch der UNESCO nach langwierigen Verhandlungen zugesagt wurde. Es wäre schön, wenn die Verantwortlichen des Handelshauses die Öffentlichkeit über ihren Zeitplan informieren könnten.“

Nun hat sich Kastner-Vorstand Martin Wäg in mehreren Medien zu diesem Thema zu Wort gemeldet. Bezirksvorsteherstellvertreter Franz Stephan Parteder (KPÖ): „Leider sind die Auskünfte des Spitzenmanagers unbefriedigend. Es gibt keinen Zeitplan. Die Kupferverkleidung wird frühestens im kommenden Jahr angebracht. Bis dahin wird der Bevölkerung und den Touristen, die vom Schlossberg aus die Grazer Altstadt betrachten, weiterhin ein Skelett zugemutet.“

Bei der Innenstadt-KPÖ bleibt ein Gefühl des Unbehagens zurück. Die Informationspolitik von Kastner&Öhler lässt auf alle Fälle sehr zu wünschen übrig. Ein Zeitplan für die beschlossene Fertigstellung ist nicht vorhanden. Parteder: „Wir alle wissen, dass die Stadt Graz die Wünsche dieser Firma sehr bereitwillig erfüllt hat. Man würde sich eigentlich ein Entgegenkommen und mehr Engagement von dieser Seite erwarten.“

6. September 2011