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Kein Radweg ohne Murkraftwerk?

Haarsträubende Argumente bei Bezirksratssitzung Gries

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BV-Stv. Inge Arzon: "Billigeren Strom wird es keinen geben. Stattdessen will man den Grazerinnen und Grazern das Murkraftwerk mit einer "Radweg-Sanierung" schmackhaft machen. Das ist absurd!"

Bei der am Dienstag im Bezirk Gries stattgefundenen Bezirksratssitzung brachte die SPÖ einen Antrag ein, mit welchem der Bezirksrat geschlossen für das Murkraftwerk Puntigam stimmen sollte. Der Vorschlag komme von der Gemeinde, ließ Bezirksvorsteher Johann Haidinger wissen.

Haarsträubend waren allerdings die Argumente, mit welchen der Bezirksvorsteher die anwesenden Bezirksratsmitglieder zur Zustimmung bewegen wollte: Mit der Errichtung des Murkraftwerkes werde sichergestellt, dass der Rad- und Fußweg sowie die Promenade an der Mur saniert und an das Kanalnetz angeschlossen würden. Derzeit würde ja an vielen Stellen das Wasser nicht ordentlich abrinnen. Ohne Zustimmung keine Sanierung also.

KP-Bezirksvorsteher-Stellvertreterin Inge Arzon zeigte sich erbost: „Wenn ein Radweg desolat ist, muss ihn die Gemeinde ohnehin sanieren. Dies als Begründung für die Errichtung eines Murkraftwerkes ins Treffen zu führen, ist absurd. Tatsächlich müssen sämtliche Geh- und Radwege sowie die Murpromenade abgerissen werden, wenn das Kraftwerk gebaut wird. Wer diese Infrastruktur dann wieder errichtet, ist noch gar nicht geklärt."

Der Antrag wurde mit den Stimmen von ÖVP, SPÖ und FPÖ angenommen. Grüne und KPÖ stimmten dagegen.

 

 

 

Rückfragehinweis: KPÖ-BV-Stellvertreterin Gries Inge Arzon, Tel.: 0664 87 38 448

29. September 2011