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„Kindergarten vor der Haustür“

KPÖ für mobile Betreuung von Flüchtlingskindern

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„Für die Kinder von Flüchtlingen sind die Bedingungen alles andere als einfach“, weiß KPÖ-Gemeinderätin Christine Braunersreuther. „Sie sind oft traumatisiert von der langen Flucht, kommen mit ihren Familien in fremde Länder, verstehen die Sprache nicht und leben in Unterkünften auf engstem Raum zusammen.“

Ein best-practice-Beispiel für gelungene Integrationsarbeit findet sich in der deutschen Stadt Gelsenkirchen: In bunten Wohnwagen kommen mobile Kindergärten mit BetreuerInnen zu den Kindern und helfen ihnen, sich in der neuen Umgebung einzugewöhnen sowie beim Erwerb der Sprache (Nähere Infos hier.). „Aufgrund der positiven Entwicklungen will das Land Nordrhein-Westfalen die mobile Kinderbetreuung nun verstärkt fördern“, betont Braunersreuther.

Kinder wie Eltern erhalten so auf eine sehr freundliche Art und Weise Erstkontakt mit der neuen Umgebung, fassen Vertrauen und öffnen sich. Ziel sei es jedoch nicht, die mobile Kita zur dauerhaften Begegnungsstätte zu machen. „Sie soll Übergangslösung für die Zeit sein, bis die Kinder einen regulären Betreuungsplatz gefunden haben und hilft dabei, die nötigen Formulare auszufüllen, Plätze zu vermitteln und – für traumatisierte Flüchtlingskinder – psychologische Begleitung zu organisieren“, sagt Braunersreuther

In einem Antrag regt die KPÖ-Gemeinderätin solche mobilen Kindergärten auch für Graz an.

2. Juli 2015