KPÖ: Klimabeirat muss mehr sein als PR-Agentur

Christine Braunersreuther.jpg

„Statt um den Klima- und Umweltschutz geht es Bürgermeister Nagl lediglich um ein grünes Mascherl, das er sich im Wahlkampf als Stimmungsmache für die ÖVP gerne umgehängt hat“, kritisiert KPÖ-Umweltsprecherin Christine Braunersreuther.

„Wir haben gleich das ungute Gefühl gehabt, dass die Einrichtung des Klimafonds vor allem ein PR-Gag ist und keine ernst gemeinte Initiative zum Klimaschutz“, sagt KPÖ-Naturschutzsprecherin Christine Braunersreuther anlässlich der Absage von Klimaschutzexperten Stefan Schleicher vom Wegener Center an den Vorsitz des Klimabeirates. „Jetzt sehen wir unsere Befürchtungen leider offiziell bestätigt“, so die Gemeinderätin. 

„Es ist offensichtlich, dass keinerlei Neuorientierung beabsichtigt ist, da die Gelder zum Großteil für ohnehin bereits beschlossene Projekte aufgewendet werden sollen“, sagt Braunersreuther.

Dass ein ausgewiesener Experte wie Schleicher sich weigert, einem Klimabeirat anzugehören, dessen Empfehlungen ohnehin keinerlei Verbindlichkeit haben, ist für die KPÖ-Naturschutzsprecherin nur zu verständlich.

Erst vor wenigen Tagen wurde außerdem bekannt, dass entgegen den Behauptungen von Bürgermeister Nagl, sich vorrangig auf den Klimaschutz zu konzentrieren, auch die Vorbereitungen für die Plabutschgondel mit Hochdruck weitergehen. Mindestens 3600 Bäume würden dem Prestigeprojekt zum Opfer fallen. „Statt um den Klima- und Umweltschutz geht es Bürgermeister Nagl lediglich um ein grünes Mascherl, das er sich im Wahlkampf als Stimmungsmache für die ÖVP gerne umgehängt hat“, schließt Braunersreuther.

Die KPÖ-Gemeinderätin hatte anlässlich des Grundsatzbeschlusses im September auch den Antrag gestellt, dass das Umweltamt, das den Aktionsplan zur Klimawandelanpassung 2018-2022 erstellt hat, bei der Koordinierung der Projekte federführend sein solle und nicht die Stadtbaudirektion. Ihr Antrag wurde abgelehnt.

3. Dezember 2019