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KPÖ fordert Bahnhofsmission

Uli Taberhofer: „Folgen der Wirtschaftskrise besonders am Bahnhof spürbar“

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„Die Schließung der Bahnhofsmission am Grazer Hauptbahnhof in den 90er Jahren hat sich als schwerer Fehler erwiesen.“ Das sagt KPÖ-Gemeinderätin Uli Taberhofer.

Es zeige sich jetzt verstärkt, dass der Bedarf nach einer kostenlosen sozialen Anlaufstelle sehr groß ist. „Die Folgen der Wirtschaftskrise sind besonders am Bahnhof hautnah spürbar“, so Taberhofer.

Eine Bahnhofsmission wäre ein niederschwelliges Hilfsangebot für Menschen mit unterschiedlichen Problemlagen, für dessen Nutzung keine bestimmten persönlichen Voraussetzungen gegeben sein müssen. Es gilt es etwa für Wohnungslose Übernachtungs- oder Unterbringungsmöglichkeiten sicherzustellen oder Menschen, die mittellos sind, an die zuständigen Ämter der Stadt Graz zu verweisen. „Manchmal ist vielleicht auch nur eine kleine Hilfe in Form einer kompetenten Ansprechperson eine wichtige Unterstützung“, weiß die Gemeinderätin.

Darüber hinaus müsse eine Bahnhofsmission einen kostenlosen Ruheraum bzw. auch Toilettenanlagen gewährleisten.

Bereits im Juni beantragte Taberhofer im Gemeinderat die Wiedererrichtung einer Bahnhofsmission. Auch im Bezirksrat Lend wurde die KPÖ aktiv und forderte, eine ständige Sozialeinrichtung in unmittelbarer Bahnhofsnähe zu schaffen. „Es geht darum, in der Stadt der Menschenrechte die besondere soziale Verantwortung für die Schwächsten unserer Gesellschaft wahrzunehmen“, betonte Christian Carli, Bezirksvorsteher-Stellvertreter in Graz-Lend.

18. Dezember 2013