KPÖ: Soforthilfe zum Wohnen

Kleine Dinge, die Großes bewirken können.

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Die Stadt Graz hat ein sehr gutes Soforthilfe-Wirtschaftspaket geschnürt. „Wichtig ist aber auch, dass zur Zeit das Wohnen für alle gesichert ist. Hier kann die öffentliche Hand auf verschiedensten Wegen der Bevölkerung entgegen kommen“, so Stadträtin Elke Kahr.

„Wie in Wien sollte auch das Land Steiermark derzeit alle anstehenden Verlängerungen der Wohnunterstützung bis Mai automatisieren, um zusätzliche Wege für Menschen, ins besonders für Leute, die einer Risikogruppe angehören, zu ersparen“, richtet sich die Stadträtin an das Land Steiermark. „Ebenso ist es wichtig, dass es in diesen Tagen zu keinen Wohnungsdelogierungen, Strom-, Heizungs- und Warmwasserabschaltungen kommt. Hier ist ein Entgegenkommen von Seiten der Wohnbauträger und Energielieferanten erforderlich“, so Kahr.

Seit heute muss online der Energiekostenzuschuss für SozialCard-InhaberInnen beantragt werden. „Viele werden jetzt vergessen, diesen Antrag zu stellen. Es ist klar, dass sich die Gedanken der über 10.000 Berechtigten derzeit um andere Dinge drehen. Es wäre wichtig, dass der Energiekostenzuschuss wieder unbürokratisch abgewickelt wird. Berechtigte sollen die Unterstützung automatisch überwiesen bekommen – so wie ursprünglich angedacht und durchgeführt wurde“, schlägt Stadträtin Elke Kahr vor.

Im Zuge der vielen telefonischen Mietrechtsberatungen der letzten zwei Tage, hat sich auch ein anderes Problem kristallisiert. „Leute, die derzeit siedeln, stehen vor dem Problem, dass Siedlungsfirmen nicht arbeiten. Älteren Leuten fehlt die Kraft schwere Dinge zu schleppen, jungen Leuten steht kein geeignetes Fahrzeug zur Verfügung. Sofern es keinen Nachmieter gibt, bitte ich hier die Vermieter moderat zu handeln und zweckdienliche Lösungen mit den MieterInnen zu finden“, sagt Kahr.

Der Mieternotruf der KPÖ wird weiterhin geführt und sogar verstärkt. Telefonisch unter folgender Nummer erreichbar: 0316 71 71 08

17. März 2020