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KPÖ tut etwas gegen Hürde Kaution

Kleine Zeitung-Bericht über den Grazer Kautionsfonds

KP beseitigt Miet-Hürde Kaution

KPÖ will mit einem Kautionsfonds finanzschwache Mieter am freien Wohnungsmarkt unterstützen.

Die KPÖ-Stadträtin Elke Kahr öffnet ihr Wohnressort hin zum freien Wohnungsmarkt. Ein vom städtischen Wohnungsamt entwickeltes Modell sieht vor, dass Kunden, für die Kaution oder Provision eine „Einstiegshürde“ für die Anmietung einer Wohnung darstellt, diese künftig über einen Kautionsfonds bereitgestellt bekommen. „Durch die zunehmende Nachfrage nach Gemeindewohnungen können viele Suchende nicht kurzfristig mit Wohnungen versorgt werden. Deshalb wollen wir über einen Kautionsfonds jene unterstützen, die sich wegen der Bezahlung einer Kaution oder Provision eine Wohnung am freien Markt sonst nicht leisten könnten“, begründet Elke Kahr diesen Schritt.

Bis Jahresende stehen aus dem Budget des Wohnungsamtes 40.000 Euro bereit. Für die Übernahme der Kautionskosten werden jedoch jene Kriterien angewandt, die für die Vergabe von Gemeindewohnungen gelten. Außerdem dürfen die Mietpreise pro Quadratmeter den örtsüblichen Richtwert von 6,38 Euro nicht überschreiten und es werden maximal Kautionen in der am freien Markt üblichen Höhe von drei Monatsmieten und Provisionen in Höhe von zwei Monatsmieten finanziert. Unterstützt werden nur Wohnungen im Grazer Stadtgebiet. Die Anträge kann man ans Wohnungsamt stellen.

Dessen Abteilungsvorstand Norbert Wisiak glaubt, dass „der Bedarf danach sehr groß ist“. Dabei werden Kooperationen mit privaten Hausverwaltungen angestrebt. Die Grawe hat bereits zugesagt, mit fünf weiteren ist das Wohnungsamt in Endverhandlungen.

Kleine Zeitung, Region Graz, 20.11.07

Kronen-Zeitung über das neue Kautionsmodell der KPÖ

KP mit neuem Modell * Stadt Graz übernimmt künftig Kautionen und Provisionen

AMT ZAHLT FÜR PRIVATE WOHNUNGEN

KP-Wohnungsstadträtin Elke Kahr sagt dem eklatanten Mangel an Gemeindewohnungen in Graz den Kampf an: Künftig übernimmt das Wohnungsamt Kautionen und Provisionen für Wohnungen am privaten Markt. Die Regeln sind allerdings streng.

Die Eckpunkte:

*Finanzielle Unterstützung erhalten nur Personen und Familien, die die Voraussetzung für die Zuweisung einer Gemeindewohnung erfüllen.

* es werden maximal Kautionen in der am freien Markt üblichen Höhe von drei Monatsmieten und Provisionen in Höhe von zwei Monatsmieten finanziert;

* die Unterstützung gilt nur für Wohnungen in Graz;

* die Vermietung sollte unbefriestet erfolgen - ist das unmöglich, kann das Amt dennoch unterstützen;

* die finanzielle Unterstützung erfolgt einmalig;

* Wohnungen mit überhöhten Mieten werden nicht aktzeptiert, es gilt der steirische Richtwert (6,36 Euro/Quadratmeter).

40.000 Euro hat Kahr für das Jahr 2007 reserviert. Stimmen Nachfrage und Angebot, private Anbieter wie die GRAWE unterstützen das Projekt, will Kahr für 2008 viel mehr Geld in die Hand nehmen.

Kautionsfond_Kronen_Zeitung.pdf

20. November 2007