KPÖ-Vertreterin distanziert sich von „Oma-Revolte“-Initiatorin

Nach Bekanntwerden der rechtsextremen Vergangenheit von Gertraud Burtscher zieht KPÖ-Gemeinderätin Christine Braunersreuther ihren Redebeitrag und die Teilnahme an der Kundgebung zurück.

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Gemeinderätin Christine Braunersreuther distanziert sich von "Oma-Revolte" Initiatorin Gertraud Burtscher.

„Parteiübergreifend gegen die Ungerechtigkeit bei der Rentenzahlung für Frauen der Jahrgänge vor 1955, die Kinder erzogen haben, solle man sich einsetzen“, hieß es von Seiten der „Oma-Revolte“-Initiatorin Gertraud Burtscher. Diese Forderung wurde von der KPÖ Graz ebenso unterschrieben wie von vielen Qualitätsmedien, die nur in Jubelworten über die aktive Oma berichteten. Mit Hilfe des DÖW (Dokumentationsarchiv des Österreichischen Widerstands) ist nun jedoch die extrem rechte Vergangenheit der Frau herausgekommen.

Gertraud Burtscher war im Nazi-Kader der NPD in den 1980er Jahren. Die NPD wurde 1988 aufgrund des Verbotsgesetzes aufgelöst. Sie war nicht irgendeine Mitläuferin, sondern besonders aktiv – dazu steht sie selbst heute noch.

„Von einer Frau mit so einer deutlich rechtsextremen Vergangenheit, die heute eine gute Sache dazu nutzt, benachteiligte Omas rassistisch gegen von ihr so genannte „Neu-ÖsterreicherInnen“ auszuspielen, will ich mich deutlich distanzieren“, betont die Grazer KPÖ-Gemeinderätin Christine Braunersreuther. „Ich ziehe daher meinen Redebeitrag und die Teilnahme an der Kundgebung zurück.

 

1. September 2017