Kulturpass

Gemeinderätin Christine Braunersreuther regt Kulturbuddies nach Wiener Vorbild an

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Gemeinderätin Christine Braunersreuther fordert, dass ehrenamtliche Begleitungen keinen Eintrittspreis zahlen müssen.

In Graz können sich Menschen mit besonders niedrigem Einkommen bzw. SozialCard-InhaberInnen den Kulturpass an über 70 Stellen ausstellen lassen und in über 100 Einrichtungen die verschiedensten Angebote nutzen. Ziel der Aktion „Hunger auf Kunst und Kultur“ ist es, ökonomisch benachteiligten und isolierten Menschen, ob z.B. Menschen in Obdachlosen- und Flüchtlingshäusern, Menschen mit psychischen Erkrankungen oder körperlichen Einschränkungen, den Zugang zu Kunst und Kultur zu ermöglichen.

Doch viele der betroffenen Personen wollen oder können aufgrund Ihrer prekären Lebensumstände ALLEINE kaum Veranstaltungen besuchen. Deshalb gibt es bereits jetzt einen Kulturpass für Begleitpersonen. Jede der Kulturpass ausgebenden Institutionen und Vereinen kann EINEN solchen Pass bei „Culture Unlimited“ anfordern, allerdings gilt dieser nur, wenn eine Gruppe ab drei Personen begleitet wird und die Begleitperson MitarbeiterIn der betreffenden Institution ist.

Viele Vereine und Institutionen arbeiten aber mit Ehrenamtlichen zusammen. Häufig würden diese gerne als Begleitpersonen fungieren, erfüllen aber das erforderliche Kriterium „MitarbeiterIn“ nicht und müssen deshalb überall den vollen Eintrittspreis zahlen.

Darüber hinaus sind die Kontingente für manche Veranstaltungen oft so gering, dass es kaum möglich ist, für eine Gruppe von vier – oder gar mehr – Personen Tickets zu bekommen.

In Wien gibt es seit 2014 eine gute Alternative dazu: Im Zuge des Projektes „Kulturbuddy“ wird eine Begleitung zu den Angeboten der KulturparnterInnen auch durch Ehrenamtliche ermöglicht. Durch Mithilfe der freiwilligen Kulturbuddies sollen die oben genannten Hürden überbrückt werden.[1]

KPÖ-Gemeinderätin Christine Braunersreuther wünscht sich, dass - ähnlich wie in Wien – auch in Graz die geschilderten Einschränkungen abgeschafft werden. „Wir sollten die ehrenamtliche und kostenlose Begleitung für einzelne Grazer Kulturpassbesitzer_Innen unterstützen und ähnlich wie in Wien ein „Kulturbuddy“-Projekt aufbauen“, findet sie. „Außerdem wäre eine Einbindung in die Ehrensamtsbörse toll“, schlägt sie gleich als nächsten Schritt vor. Das wäre ein wichtiger Beitrag zur sozialen Kommunikation.

31. August 2017