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„Kunsthandwerksmarkt darf nicht schriller Oberflächlichkeit weichen!"

KPÖ-Heinrichs über das Aus für Kunsthandwerksmarkt am Färberplatz

Win „Knebelvertrag“ soll dem wunderbaren Markt den Garaus machen, denn die Aussteller und Ausstellerinnen können die neuen harten Bedingungen nicht mehr erfüllen.

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In der Gemeinderatssitzung der vergangenen Woche gab es für den Dringlichen Antrag von Gemeinderätin Elke Heinrichs zum Thema „Lärmbekämpfung“ breite Zustimmung.

Umso mehr zeigt sich Heinrichs über die offizielle Nachricht entsetzt, dass nach 33 Jahren das Aus für den Kunsthandwerksmarkt am Färberplatz kommen soll.

Nach Meinung der Gemeinderätin und nach der zahlloser BesucherInnen, die sich Jahr für Jahr (auch bei bitterster Kälte) zu diesem Markt begeben, ist dieser als eine qualitativ besonders hochwertige Verkaufsveranstaltung anzusehen und damit als ein gelungenes  „Gesamt-Kunst-Hand-Werk“ der Stadt Graz anzuerkennen! Nun soll ein „Knebelvertrag“ dem wunderbaren Markt den Garaus machen, denn die AusstellerInnen können die neuen harten Bedingungen nicht mehr erfüllen.

„Sollte die Entscheidung der Mächtigen dieser Stadt zur Folge haben, dass die Worte des Citymanagers Maieritsch: „Die Vergabe ergeht an eine andere Organisation“, Wirklichkeit werden, so wäre eine hervorragende, auf ruhiges Geschehen bedachte Veranstaltung im Zentrum der Stadt Geschichte“, warnt Heinrichs.

Ihre Schlussfolgerungen: „Man muss zur Erkenntnis gelangen, dass Tradition, Kreativität, Wissen, Können, Fleiß und friedliches Miteinander ohne jedwede schrille und grelle Oberflächlichkeit lediglich gerne besungen werden! Sind die gepriesenen Anforderungen bestens erfüllt, so wird die Gesamtleistung einfach vom Tisch gewischt, wenn nur mehr Profit winkt!“

Heinrichs bezweifelt, dass durch eine Profitmaximierung dieser Art ein Budgetloch gestopft werden kann, und merkt an: „Lukrativer wird es wohl werden – nur für wen?“ Bleibt die Frage, wer künftighin am Färberplatz so richtig abrahmen wird! Die Gemeinderätin will das Thema in der nächsten Gemeinderatssitzung zur Sprache bringen.

20. Mai 2014