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Kur: Belastungen am Arbeitsplatz steigen

KPÖ-Heinrichs: „Wer jemals eine Kur gemacht hat, weiß, dass sie kein Urlaub ist“

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Seit Anfang des Monats beginnen GesundheitsökonomInnen, die Werbetrommel gegen Kuren auf Kassenverrechnung zu rühren: „Das österreichische Model des Kuraufenthalts sei nicht mehr zeitgemäß, es sei in den 50er und 60er Jahren gut gemeint gewesen, um Arbeiter zu entlasten“, heißt es.
„Es scheint, als sei die Gesundheitsökonomie zur Erkenntnis gelangt, dass das Arbeiten heutzutage keinerlei Belastung mehr darstellt“, kritisiert die Grazer KPÖ-Gesundheitssprecherin Elke Heinrichs
Dem gegenüber gibt es aber Konvolute von Berichten und Studien, die nachweisen, dass etwa die einseitigen orthopädischen oder auch die psychischen Belastungen durch ansteigenden Druck am Arbeitsplatz enorm steigen.
 

Wirtschaftsfaktor Kur

Bei den angedachten Einsparungsvarianten wird außer Acht gelassen, dass Dutzende von Berufen an Kurbetrieben hängen, dass dadurch bislang viele Arbeitsplätze abseits der Zentren gesichert und Millionen von Steuereinnahmen dadurch gewährleistet sind. „Vor allen Dingen wird den Belasteten im notwendigen Ausmaß geholfen“, so Heinrichs. „Wer jemals eine Kur gemacht hat, weiß, dass sie kein Urlaub ist.“

Die KPÖ-Gemeinderätin abschließend: „Was also soll an solchen Kürzungsideen ökonomisch sein? Ich behaupte sie sind nicht zu Ende gerechnet, daher nicht nachhaltig – dafür aber wie so oft kurzfristig gedacht und somit zynisch.“
 

11. August 2015