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Lagergasse/Zweiglgasse: Umstrittenes Bauprojekt

KPÖ unterstützt Proteste der AnrainerInnen

„Zuerst hat der Besitzer die Fläche jahrzehntelang brach liegen lassen, jetzt soll dort ein Bauprojekt errichtet werden, das die zulässige Baudichte überschreitet. Zur Bauverhandlung für den Bereich Lagergasse/Zweiglgasse nahm KPÖ-Planungssprecher Gemeinderat Manfred Eber Stellung: "Wir haben bereits in der Vergangenheit gegen Bauprojekte Stellung genommen, bei denen die höchstzulässige Bebauungsdichte überschritten wird. In diesem Fall ist eine Dichte von 4,47 anstatt der im Flächenwidmungsplan festgeschriebenen 2,50 vorgesehen. Diese massive Überschreitung geht zu Lasten der betroffenen AnrainerInnen. Tatsächlich geht vor allem den BewohnerInnen in der Lagergasse die natürliche Besonnung verloren.
Darüber hinaus ist natürlich bei dieser Bebauung mit höheren Lärm- und Luftbelastungen zu rechnen.
Dieses Gebiet liegt aber im Lärmsanierungsgebiet, daher bin ich der Meinung, dass das vorgeschlagene Projekt mit sieben Geschoßen überdimensioniert ist. Eine Bebauungshöhe von bis zu 22,5 Metern ist an dieser Stelle auch von optischen und ästhetischen Gesichtspunkten aus fehl am Platz.
Außerdem sind für 40 Kleinwohnungen lediglich 18 Autostellplätze vorgesehen, der Parkplatzdruck in der Umgebung wird weiter wachsen. Dass die Stellplätze im Erdgeschoß vorgesehen sind, wird, so besorgte Anrainer, auch dazu führen, dass die Zweiglgasse zu einer "toten" Straße verkommt. Sinnvoller wäre eine Nutzung der Räumlichkeiten im Erdgeschoß als Geschäftsflächen, um das Gebiet aufzuwerten."

An der Bauverhandlung nahmen zahlreiche AnrainerInnen teil, die auch einen Wertverlust ihrer Wohnungen beklagten und den Termin für die Bauverhandlung im Hochsommer aufgrund der Ferienzeit kritisierten. Auch KPÖ-Gemeinderätin Gerti Schloffer war vor Ort und nahm die Kritik und die Befürchtungen der Bewohnerinnen entgegen.

26. August 2010