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Land soll neue Grazer Gemeindewohnungen absichern

Dringlichkeitsantrag für eigenes Grazer Kontingent bei Wohnungsförderung

Wohnbaulandesrat Seitinger soll die Stadt Graz hinkünftig mit einem eigenen Wohnbauförderungskontingent ausstatten, damit die geplanten 500 neuen Gemeindewohnungen auch rechtzeitig fertig gestellt werden können.
Das fordert die KPÖ in einem Dringlichkeitsantrag in der Donnerstag-Sitzung des Grazer Gemeinderates.

Klubobfrau Ina Bergmann: „Um der immer größer werdenden Zahl jener Grazerinnen und Grazer, für die die hohen Mieten von frei finanzierten Wohnungen unerschwinglich sind, leistbaren Wohnraum anbieten zu können, ist der geförderte Wohnbau in Graz von immenser Bedeutung.
Die Stadt Graz verfügt jedoch über kein eigenes Kontingent an Wohnbauförderungsmitteln. Diese werden ausschließlich an gemeinnützige Wohnbaugenossenschaften vergeben. Das führt zu der unerträglichen und prekären Situation, dass die zweitgrößte Stadt Österreichs, anstatt vom Land Steiermark direkt mit Förderkontingenten ausgestattet zu werden, als Bittsteller an Genossenschaften herantreten muss, wenn sie geförderte Wohnungen mit Einweisungsrecht der Stadt Graz errichten will. Sie ist damit sowohl auf deren Willen zur Kooperation als auch auf deren freie Kapazitäten bezüglich Förderungsmittel angewiesen und kann nicht frei entscheiden, wann wo wie viele geförderte Wohnungen errichtet werden. Ein eigenes Wohnbauförderungskontingent für Graz könnte hier Abhilfe schaffen.“

20. Oktober 2010