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Landtagswahl, Kaltenegger, Kleine Zeitung

Landtagswahl: Kaltenegger ziert sich nicht mehr
Grazer Stadtrat schließt nun nicht mehr aus, als Spitzenkandidat in die Wahl zu gehen.

BERND HECKE
Er ist seit dem Erfolg bei der Grazer Gemeinderatswahl 2003 (mit 20,75 Prozent) in den eigenen Parteireihen der Wunsch-Kandidat für die Landtagswahl im Herbst. Doch bisher zierte sich der Grazer KP-Stadtrat Ernest Kaltenegger stets: "Ich kandidiere auf der Liste, aber an nicht wählbarer Stelle."

"Ich kandidiere". Zwei Tage vor der Kür der Spitzenkandidaten durch die Landesparteileitung brachte sich der Grazer Parteichef gestern in Stellung: "Ich kandidiere. Sollte mich die Parteileitung auf Platz eins reihen, muss ich diese Kandidatur ernsthaft erwägen." Will die KP dem Vorwurf der Wählertäuschung entgehen, ist das auch der einzige Weg: Tritt sie doch bei der Landtagswahl als Liste "KPÖ - Ernest Kaltenegger" an.

Chance. Nähere Festlegungen will man in der KP vor der freitäglichen Sitzung vermeiden. Landesparteichef Franz-Stephan Parteder weiß um die historische Chance: "Unsere Situation hat sich durch die steirischen Gemeinderatswahlen verändert. Es gibt nun nicht nur die Hochburg Graz sondern auch Leoben/Aichfeld." Die KP spekuliert neben dem Grazer Grundmandat mit einem zweiten Sitz, den man per Landesliste über die Reststimmen erobern könnte.

Leobens Neo-KP-Stadtrat Werner Murgg weiß, wen er als Grazer Spitzenkandidaten sehen will: "Ich wünsch' mir, dass Kaltenegger es macht!"

(Kleine Zeitung, 17. 3. 05)

17. März 2005