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Lauter "Advent" beginnt sehr früh

KPÖ kritisiert vor allem "lange Nacht" am 9. Dezember

Die Grazer Altstadt wird auch im Jahr 2011 wieder einen langen, lauten und vor allem punschgetränkten Advent erleben. Das stellte Innenstadt-Bezirksvorsteherstellvertreter Franz Stephan Parteder (KPÖ) am Freitag fest.

Parteder: „Bereits ab 18. November geht es mit den nervigen Standeln am Hauptplatz, am Eisernen Tor usw. (an insgesamt 12 Plätzen) los. Schon ab 24. Oktober wird die Weihnachtsbeleuchtung installiert, die dann ebenfalls am 18. November eingeschaltet wird.“

Die Grazer Innenstadt-KPÖ kritisiert vor allem, dass es auch heuer wieder eine „Lange Nacht des Advents“ geben soll. Am 9. Dezember will man das als Brauchtum verkleidete Besäufnis auf offener Straße bis 24 Uhr ausdehnen. Besonders unangenehm ist dabei die Ankündigung, dass auch an diesem Abend am Mariahilferplatz ein Live-DJ die „Lange Nacht des Advents“ beschallen wird.

Parteder: „Um kein Missverständnis aufkommen zu lassen: Die Adventmärkte und Vorweihnachtsevents in der Stadt sind Erscheinungen unserer Konsumgesellschaft, die nicht mehr rückgängig gemacht werden können. Hinweise auf den religiösen Ursprung der angeblich stillsten Zeit im Jahr gehen deshalb ins Leere.
Trotzdem sollte man auch auf die Anrainerinnen und Anrainer Rücksicht nehmen, die wochenlang in einem Ausnahmezustand leben müssen. Ein positives Beispiel dafür sei genannt: Am Karmeliterplatz wird es heuer neben dem Eislaufplatz keine lautstarke Trachtenhütte mit langer Öffnungszeit geben, sondern ein Eis-Cafe mit Öffnungszeiten bis 20 Uhr, beziehungsweise 17 Uhr (Sonntags).“

30. September 2011