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Maklerprovisionen: Wer bestellt, soll auch zahlen

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2016 hat KPÖ-Stadträtin über 8.000 Unterschriften übergeben. Die Forderung: Weg mit der Maklerprovision für Mieterinnen und Mieter!

„Es sollte eigentlich eine Selbstverständlichkeit sein, dass derjenige eine Leistung bezahlt, der sie auch in Auftrag gibt“, bekräftigt Stadträtin Elke Kahr die Forderung nach der Einführung des Bestellerprinzips bei Maklerprovisionen.

In ihrem Regierungsprogramm kündigen ÖVP und FPÖ unter anderem auch an, die Qualifikationserfordernisse für die Ausübung des Immobilienmaklerberufes zu erhöhen. Ein Ziel, das auch die KPÖ aufgrund vieler einschlägiger Erfahrungen unterstützt. Ob damit auch die längst überfällige Einführung des Bestellerprinzips einhergehen wird, bleibt abzuwarten. Nach diesem Prinzip sollen – wie in vielen europäischen Ländern, darunter auch Deutschland, die Schweiz und die Niederlande längst üblich – jene die Provision des Maklers bezahlen, die ihn auch beauftragen. Im Regelfall ist das der Vermieter.

Für die Umsetzung dieser Forderung, die auch von den Mieterschutzorganisationen und der Arbeiterkammer unterstützt wird, hat die KPÖ rund 8.000 Unterschriften gesammelt und sie im September 2016 Nationalratspräsidentin Doris Bures übergeben. Erfreulich: Auch der Wiener Student Marcus Behringer hat für diese Forderung 550 Unterschriften gesammelt und in den Petitionsausschuss des Parlaments eingebracht.

Wenig überraschend wehrt sich der Verband der Immobilientreuhänder noch immer mit Händen und Füßen gegen das Bestellerprinzip. Dabei könnte es den Maklern ja egal sein, von wem sie bezahlt werden. Betrachtet man bestimmte Konstellationen am Immobilienmarkt genauer, erkennt man rasch, dass viele (vor allem große) Immobilieneigentümer auch Maklerbüros betreiben. Da man aber sein Eigentum nicht auch selber makeln kann, werden verschiedene Gesellschaften gegründet, um den rechtlichen Vorgaben gerecht zu werden. Mit dem Bestellerprinzip würde diese erkleckliche Zusatzeinnahmequelle freilich entfallen.

Wenn nun der Fachverbandsobmann der Immobilientreuhänder Georg Edlauer betont, dass das bestehende österreichische System viele Vorteile habe, sind es vor allem Vorteile für Vermieter. 

Veröffentlicht: 18. Mai 2018

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