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Meduni: Ein Rektor Smolle wäre Zeichen für Stillstand

Kritik von Studierenden und Lehrenden darf weder ignoriert noch schöngeredet werden

„Ein Rektor Smolle wäre ein Zeichen für Stillstand!“, so kommentiert Sebastian Wisiak, KPÖ-Studierendenvertreter für Medizin die Performance des aussichtsreichen Kandidaten beim heutigen Rektorshearing an der MUG. „Am Kurs des Rektorats wird sich im Falle seiner Wahl nichts ändern, Veränderungen in dringenden Fragen werden nur auf die lange Bank geschoben werden.“
Für den unwahrscheinlichen Fall der Ernennung des ehemaligem Senatsvorsitzenden Prof Stein oder von Neurologievorstand Prof. Ott, ist laut Wisiak das selbe zu erwarten.
Bei Prof. Höllwart von der Universitätsklinik für Kinderchirurgie, dem vierten Kandidaten, der lange an der MUG tätig war, ist zwar ein Veränderungswille spürbar, seine Chancen dürften aber, wie man schon beim letzten Anlauf sehen konnte, gering sein.

Positiv wertet Wisiak die Auftritte von Prof. Simon, der einzigen Frau auf der Liste, sowie von Prof. Reisinger, der bei der ersten Ausschreibung alleine dem Unirat vorgeschlagen wurde. „Es handelt sich bei beiden um vielversprechenden Kandidaten. Schade, dass niemand von diesem Kaliber aus Österreich zu finden war.“

Vom Dreiervorschlag des Senats erwartet Wisiak ein klares Zeichen gegen den Stillstand der letzten Jahre. „Kritik von Studierenden und Lehrenden, darf weder ignoriert noch schöngeredet werden, sondern muss ernst genommen werden, damit man gemeinsam Verbesserungen schaffen kann. Das geht nur, wenn man auf die Betroffenen zugeht und nicht in der Tradition des alten Rektorats weitermacht.“

Wie die Studierendenvertreter im Senat stimmen werden ist ungewiss. Da alle fünf, beim heutigen Hearing keine Fragen gestellt haben, weiß man nicht auf welche Kriterien sie Wert legen oder welche Ziele sie verfolgen.

18. September 2007