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"Mit Drogensucht nicht Parteipolitik machen"

Eine Klarstellung von KPÖ-Stadträtin Wilfriede Monogioudis

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Der von den Grazer Grünen in den heutigen Gemeinderat eingebrachte Dringliche Antrag, ein Konzept für einen Drogen-Konsumraum zu erstellen, wird voraussichtlich keine Mehrheit erhalten.

Gesundheits-Stadträtin Wilfriede Monogioudis weist in diesem Zusammenhang darauf hin, dass ein solches Konzept des Grazer Gesundheitsamtes bereits existiert und derzeit begutachtet wird.

Nicht beschließen, was es schon gibt
"Die Ablehnung der Dringlichkeit dieses Antrages richtet sich daher nicht gegen die Einrichtung einer solchen Anlaufstelle. Sie bedeutet vielmehr, dass man nicht noch einmal beschließt, was es ohnehin schon gibt. Für die Gemeinderätin der Grünen, Christina Jahn, wäre es ein Leichtes gewesen, sich über den aktuellen Stand zu informieren." so Stadträtin Monogioudis.

Detail-Konzept vorhanden, breiter Konsens notwendig

"Drogensucht ist ein höchst ernstes Problem, mit dem man nicht vor einer Wahl billige Parteipolitik machen darf." so Stadträtin Monogioudis; und weiter: "Es gibt ein umfassendes Konzept für ein Pilotprojekt, das den Bedarf, die gesundheitlichen Zielsetzungen, die rechtliche Situation, aber auch ganz konkrete Maßnahmen wie Raum- und Personalbedarf sowie Finanzierung detailliert behandelt.

"Dieser Vorschlag bildet die Grundlage der künftigen Entscheidung, die allerdings auf breitem Konsens erfolgen muss. Von einer parteipolitisch motivierten, einseitigen Vorgangsweise, wie sie die Grünen offenbar betreiben wollten, grenze ich mich ab, weil es der Sache nicht dienlich wäre." schließt Stadträtin Monogioudis.

19. September 2007