Mit Schneckentempo in die Zukunft?!

Graz darf Glasfaserausbau nicht verschlafen.

"Während das Internet im Steirischen Zentralraum ausgebaut wird, müssen die Grazer Bezirke weiter ausharren", so KPÖ-Gemeinderätin Elke Heinrichs.

Schnecken_pixabay.jpg

"Mit Schneckentempo in die Zukunft? Graz darf Glasfaserausbau nicht verschlafen!", so Gemeinderätin Elke Heinrichs.

St. Marein, im Osten von Graz, bekam diese Woche hohen Besuch aus Wien: Ministerin Elisabeth Köstinger gab den Auftakt zum Breitbandausbau für die Gemeinde, welcher durch die steirische Breitband- und Digitalinfrastrukturgesellschaft ‚sbidi‘ vollzogen wird.

Darüber hinaus wurden 21 Millionen Euro an vorgezogenen Bundesmitteln für 26 weitere Gemeinden und rund 3.700 zusätzliche Haushalte angekündigt, um die Internetinfrastruktur zu erweitern. Insgesamt stellt die Bundesregierung 1,4 Milliarden Euro für den Ausbau bis 2026 bereit.

Doch es scheint, dass die Stadt Graz diesen Fördertopf verschläft. Gemeinderätin Elke Heinrichs: „Das Geld für den Breitbandausbau liegt in Wien. Die Stadt Graz soll eine entsprechend professionelle Einrichtung, analog zu ‚sbidi‘ vom Land Steiermark, gründen, welche dafür Sorge trägt, dass der Glasfaserausbau für Privathaushalte vorangetrieben wird und die Fördermillionen vom Bund abgeholt werden.“

In Puntigam surft man derweil mit 30 Mbit/s, in Kroisbach ist eine Downloadgeschwindigkeit von 8 Mbit/s gegeben. „Derzeit sind wir also in Graz mit Schneckentempo in die Zukunft unterwegs“, so Heinrichs.

 

Für eine bessere Internetverbindung in den Bezirken Puntigam und Straßgang gibt es bereits eine Petition: https://www.change.org/p/glasfaserausbau-graz-puntigam

30. Juli 2021