Neugestaltung der Eggenberger Allee

Die Eggenberger Allee bekommt ein grünes Facelifting!

Die Gelegenheit des notwendigen Schienentausches auf der Linie 7 wird in den kommenden dreieinhalb Monaten genutzt, um den Straßenraum zwischen Alte-Post-Straße und Karl-Morre-Straße neu zu gestalten.

Rund 50 Bäume werden ersetzt bzw. neu gepflanzt, die Bim fährt künftig zum Teil auf einem eigenen Gleiskörper, zum Teil wird ein grüner Multifunktionsstreifen eingebaut, die Geh- und Radwegführung werden verbessert und im Bereich vor der FH Joanneum/ Prangelgasse entsteht ein neuer Platzbereich.

„Durch das Zusammenwirken von Holding Graz Linien, Stadtplanung, Grünraum und Verkehrsplanung gelingt es, diesen zentrale Abschnitt der Achse Hauptbahnhof – Schloss Eggenberg deutlich aufzuwerten“, so Verkehrsstadträtin Elke Kahr. Baubeginn ist am 8. Juli, die Fertigstellung ist bis 20. Oktober vorgesehen. In dieser Zeit wird der Straßenbahnverkehr eingestellt, die Linie 7 wird mit Bussen ab Laudongasse geführt. Der Autoverkehr wird umgeleitet.

Die Gesamtkosten des Projekts belaufen sich auf 3,27 Mio. Euro, wobei die Erneuerung der Gleise auf rund 600 m Länge den größten Anteil ausmacht. Für die neue Gleisanlage kommt hochwertiger Erschütterungsschutz zum Einsatz.

Um dem zukünftigen Verkehrsaufkommen im Kreuzungsbereich Eggenberger Allee / Alte Poststraße gerecht zu werden, bekommt die Straßenbahn ab der Prangelgasse stadteinwärts auf einem eigenen Gleiskörper. „Hier ist es gelungen, Flächen dazuzubekommen“, berichtet Martin Bauer von der Verkehrsplanung. Die Prangelgasse, wo durch die Umgestaltung die platzartige Erweiterung gegenüber der Fachhochschule akzentuiert wird, ist künftig Einbahn nach Norden (RadfahrerInnen ausgenommen).

Die Haltestelle Franz-Steiner-Gasse wird stadteinwärts in die Eggenberger Allee verlegt, auf Höhe Sorger/Merkur ein zentraler Fuß- und Radübergang mit Druckknopfampel eingerichtet, was eine geringfügige Verlegung dieser Querung nach Westen bedeutet. Im Bereich Merkur werden auch die Lücken in der Baumreihe weitgehend geschlossen; die Umsetzung dazu erfolgt in Abstimmung mit dem Neubau des Einkaufsmarktes 2018.
Die Dimensionierung der Verkehrsflächen für RadlerInnen und Fußgängerinnen wird durchwegs verbessert, zum Teil auf getrennten Anlagen. Kleine Ausnahme: Der nördlich situierte gemischte Geh-Radweg zwischen Vinzenzgasse und neuer Querung Höhe Sorger wir aufgrund des beengten Platzangebots künftig nur noch als Gehweg zur Verfügung stehen. Durch Umschichtung von Parkplätzen wurde der Entfall von Kfz-Stellplätzen mit sechs so gering wie möglich gehalten.

Bemerkenswert ist auch eine für Graz neuartige Pflanzmethode, wie Tomas Stoisser von der Abteilung Grünraum und Freiraumplanung erläutert: Der Spitzahorn bekommt – wo möglich - im Unterbau einen großzügig bemessenen Wurzelraum, der oberirdisch für bessere Entfaltungsmöglichkeiten sorgt. So wird die Eggenberger Allee nach der Umgestaltung, etwas Geduld in der Wachstumsphase vorausgesetzt, ihrem Namen und dem Auftrag der Verbindungsachse der Weltkulturerbe-Juwelen Altstadt und Schloss Eggenberg noch stärker gerecht werden.

Renderings Credit: Stadt Graz

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Neugestaltung der Eggenberger Allee.

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30. Juni 2017