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Parteder: Drohgebärden schaden nur

KPÖ-Politiker für sachliche Diskussion des Kastner&Öhler-Projektes

Drohgebärden des Managements von Kastner & Öhler sind im Zusammenhang mit dem geplanten Dachausbau des traditionsreichen Großkaufhauses in der Sackstraße nicht hilfreich. Das sagte Franz Stephan Parteder, KPÖ-Bezirksvorsteherstellvertreter im 1. Bezirk, am Samstag. Die Firmenchefs hatten am Vortag eine Art Ultimatum an die Stadt gestellt, um ihre Interessen durchzusetzen.
Parteder: „Unsere Haltung ist klar. Es geht um eine sachliche Diskussion und um die Verkleinerung des Projektes, damit man dem Spannungsfeld von Weltkulturerbe, wirtschaftlichen Interessen und architektonischen Ansprüchen in der Grazer Altstadt gerecht werden kann. Schließlich hatte das ursprünglich vorgelegte Projekt die Erhöhung der zulässigen Baudichte auf 5,1 vorgesehen. Das wäre ein Präzedenzfall für andere Bewerber gewesen .

Es ist wichtig, dass auch die Bevölkerung in die notwendigen Diskussion einbezogen wird, und von Seiten der Politik alles getan wird, damit die Grazer Altstadt weiter ein Weltkulturerbe bleibt. Die Stadt Graz hat in den letzten Jahren in großem Umfang auf die Interessen der Firma Kastner & Öhler und ihrer Besitzer Rücksicht genommen. Jetzt kommt es darauf an, Lösungen zu finden. Es ist nicht sinnvoll, Gräben zu vertiefen.“

Wir verweisen auf die Position der Grazer KPÖ, die bereits vor dem Sommer von Klubobmann Sepp Schmalhardt präzisiert worden ist: "Das durchaus positive Projekt der Firma Kastner ist mit der UNESCO ohne Zeitdruck zu diskutieren und der bereits vorliegende Bebauungsplan darf vor Einigung mit der UNESCO nicht im Gemeinderat beschlossen werden."

16. September 2006