"Partymeile": KPÖ auf Seite der BewohnerInnen

Elke Kahr für mehr Lebensqualität und weniger Events

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Karmeliterplatz und Lendplatz: Für mehr Lebensqualität und weniger Events! (c) wikipedia/Thomas Ledl

Die Innere Stadt ist jahraus, jahrein wie kein anderer Grazer Bezirk unzähligen Events und Veranstaltungen ausgesetzt. Nun droht den BewohnerInnen ein nächster Anschlag auf die ohnehin nur äußerst spärlichen Ruhezeiten. ÖVP und FPÖ wollen allen Ernstes den Karmeliterplatz sieben Tage in der Woche, jeweils von 14.00 bis 23.00 Uhr zur Partymeile machen.


Die Grazer KPÖ steht hier ganz klar auf der Seite der Bewohnerinnen und Bewohner. „Natürlich muss den Wirten in Coronazeiten geholfen werden, und zwar allen und nicht nur jenen, die diese „Partymeile“ bespielen sollen. Man könnte ihnen beispielsweise effektiver helfen, indem man sie nicht nur finanziell unterstützt, sondern auch dafür sorgt, dass jene Menschen, die durch die Coronakrise empfindliche Einkommenseinbußen hinnehmen mussten und müssen, wieder das Geld haben, um sich den Besuch im Lokal leisten zu können“, setzt sich Stadträtin Elke Kahr für eine kluge und nachhaltige Lösung des Problems ein.


Der berechtigte Widerstand der Innenstädter dürfte schon erste Wirkungen gezeigt haben. Man wolle den Karmeliterplatz nun doch „nur“ fünf Tage die Woche bespielen. „Auch das entspricht nicht den geltenden Veranstaltungsrichtlinien und müsste daher mit ÖVP-FPÖ Mehrheit in den entsprechenden Gremien extra beschlossen werden“, bringt es Elke Kahr auf den Punkt. Die BewohnerInnen der Innenstadt haben, wie jene rund um den Lendplatz, dem ein ähnliches Schicksal droht, bereits Bürgerinitiativen gegründet und sich vernetzt. Es wurden auch schon Unterschriften für mehr Lebensqualität und weniger Events gesammelt.


„Es ist selbstverständlich, dass sich meine Fraktion dafür einsetzen wird, dass zumindest nur eine deutlich abgespeckte Version der geplanten Partymeile realisiert wird“, sagt Elke Kahr den Bürgerinitiativen die Unterstützung der KPÖ zu.

 

Medienberichte:
Kleine Zeitung (11.06.2020)

12. Juni 2020