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Rechenstiftkünstler am Werk

Kindergärten und Krippen sollen in GmbH ausgegliedert werden

Eine Grazer „Kinderbetreuungs-GmbH“ würde nur den Rechenstiftkünstlern im Rathaus dienen, nicht aber den Interessen der Kinder, der Eltern und der Beschäftigten.

Das stellte der KPÖ-Familiensprecher im Gemeinderat, Christian Sikora, nach der Informationsveranstaltung im zuständigen Ausschuss fest. Eine von der schwarz-grünen Koalition in Auftrag gegebene Studie hat dabei das von der ÖVP gewünschte Ergebnis gebracht. Die städtischen Kinderbetreuungseinrichtungen sollen ausgegliedert und wie beim „Haus Graz“ in eine GmbH umgewandelt werden. Man will sich dabei Personalkosten sparen und den Ausfall von Geldern des Landes ausgleichen.

Sikora: „Nach der Abschaffung der Gratiskinderbetreuung gibt es meiner Meinung den nächsten Anschlag und zwar auf die Bediensteten der städtischen Einrichtungen, spricht man doch bei einer Umwandlung in eine GmbH von einer Abspeisung mit einem Mindestlohn laut Kollektivvertrag, da laut Bericht der Firma Infora bei Personalkosten die größten Einsparungen zu erwarten sind!

Zur Folge wird dieses Szenario eine Qualitätsverschlechterung in Punkto fachlich ausgebildeter und hoch qualifizierter Bediensteter aufgrund des Lohndumpings haben. Qualitätsverschlechterung heißt auch schlechter betreute Kinder vor allem bei sozial schwächeren Familien.“

PS: Interessanterweise gibt es gerade zum Teilprojekt GmbH noch keine Stellungnahme der Personalvertretung im Magistrat.

23. Juni 2011