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Rechtsextreme stören antifaschistische Veranstaltung an der Uni Graz

Gemeinderat Robert Krotzer: "Wachsamkeit gegenüber Rassismus, Antisemitismus und Neofaschismus!"

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Rassismus, Antisemitismus und Neofaschismus im Visier: KJÖ und KSV werden nicht müde, dagegen aufzutreten.

Bei einer Veranstaltung des Kommunistischen StudentInnenverbandes (KSV) Graz anlässlich des Jahrestags der Befreiung vom Faschismus drangen etwa zehn Rechtsextreme in den Hörsaal ein, um die Veranstaltung zu stören. Nachdem sie sich durch Drängeln und Stoßen Zutritt zum Saal verschafft hatten, pöbelten die Rechtsextremen VeranstalterInnen, ReferentInnen und Gäste einer antifaschistischen Buchpräsentation an. Eine der Referentinnen, Natascha Strobl, war in den vergangenen Wochen mehrmals Opfer neonazistischer Drohungen und Gewaltaufrufe, die in einem Attentat gegen ihre Wohnung gipfelten.

Erst durch Eintreffen der Polizei konnte die Situation geklärt werden, die Veranstaltung konnte mit zeitlicher Verzögerung schließlich problemlos stattfinden. Der anwesende Grazer KPÖ-Gemeinderat Robert Krotzer erklärte dazu: „Wir werden uns von solchen Provokationen keinesfalls einschüchtern lassen. Vorfälle wie diese zeigen, wie wichtig es auch heute ist, stets wachsam gegenüber Rassismus, Antisemitismus und Neofaschismus zu sein.“

Zum heutigen 8. Mai erinnert Robert Krotzer an die Befreiung Europas vom Faschismus, der ein Tag der Freude sei, aber auch ein Tag, an dem der Millionen Menschen gedacht werden sollte, die in den 12 Jahren des sogenannten „Tausendjährigen Reiches“ der faschistischen Barbarei zum Opfer fielen: „Der Schwur der Häftlinge des Konzentrationslagers Buchenwald, die erklärten ‚Die Vernichtung des Nazismus mit seinen Wurzeln ist unsere Losung. Der Aufbau einer neuen Welt des Friedens und der Freiheit ist unser Ziel‘, hat für uns daher bis heute Gültigkeit.“, so Krotzer abschließend.

8. Mai 2014