Schediwy-Aus: Stadt soll mit gutem Beispiel vorangehen

"Das Wohnungsamt hat es unter KPÖ-Verantwortung vorgezeigt: Hätten wir in einigen Fällen die Mieten nicht sogar reduziert, gäbe es den einen oder anderen Kleinbetrieb in der Innenstadt nicht mehr", so Stadträtin Elke Kahr.

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Die Schließung des Papierfachhandels Shediwy in der Grazer Innenstadt löst eine große Diskussion aus.

Mit dem Schreibwarengeschäft Schediwy scheitert der nächste Traditionsbetrieb an den horrenden Mieten in der Grazer Innenstadt. Eine Misere, die letztendlich nur durch entsprechende Änderungen bundesgesetzlicher Vorschriften, wie z. B. dem Mietrechtsgesetz, zu lösen ist. Doch genau davon ist bis heute wenig zu spüren. Um die hohen Mieten privat vermieteter Geschäftslokale nicht antasten zu müssen, schlägt der Bürgermeister jetzt vor, freiwerdende Geschäftslokale im Rathaus an heimische Kleinbetriebe zu erschwinglichen Preisen zu vermieten. Abgesehen davon, dass es im Rathaus nur eine sehr begrenzte Anzahl an Geschäftslokalen gibt, kommt die Einsicht ziemlich spät. Red Bull oder A1 sind keine heimischen Kleinbetriebe, die sich keine hohen Mieten leisten können. Die Stadt Graz hat es oft selbst in der Hand, Geschäftsräumlichkeiten leistbar zu vermieten, wie zum Beispiel über die Bürgerspitalstiftung in der Annenstraße und in der Volksgartenstraße. 

Stadträtin Elke Kahr: „Das Wohnungsamt hat es unter KPÖ-Verantwortung vorgezeigt: In städtischen Objekten gelegene Geschäftslokale werden zu leistbaren Preisen vermietet. Und hätten wir in einigen Fällen die Mieten nicht sogar reduziert, gäbe es den einen oder anderen Kleinbetrieb in der Innenstadt nicht mehr.“

20. Februar 2020