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Sozialpass: Verwirklichung rückt ein Stück näher

Elke Kahr fordert gemeinsames Vorgehen der Stadtregierung

Es ist zu hoffen, dass der KPÖ-Vorschlag nach einem Aktiv- oder Sozialpass für Menschen mit niedrigem Einkommen in Graz bald Gestalt annimmt. Das sagte die Initiatorin dieser Idee, Wohnungsstadträtin Elke Kahr, am Dienstag.
Damit stellte sie sich positiv zum Antrag von Sozialstadträtin Edlinger (SPÖ), eine ressort- und fraktionsübergreifende Projektgruppe einzusetzen, um bis Dezember 2008 dem Gemeinderat ein beschlussfähiges Stück vorzulegen und diesen Aktivpass endlich einzuführen.

Die KPÖ-Politikerin: „Die Teuerung der letzten Wochen und Monate zeigt, wie notwendig es ist, auch in Graz diesen Schritt zu setzen. Wir treten schon seit vielen Jahren für einen Sozialpass ein. Und eines muss uns klar sein: Bei der Armutsbekämpfung drängt die Zeit. Der Aktiv- oder Sozialpass ist keine Sache, die man wie einen heißen Erdapfel nicht angreifen will, sondern ein Anliegen, das umgehend verwirklicht werden sollte: Nulltarif für Menschen mit geringem Einkommen in städtischen Einrichtungen und bei der GVB, Vergünstigungen beim Eintritt in Schwimmbäder und kulturelle Einrichtungen – und das alles auf eine unbürokratische Weise. Hier könnte die Stadt Graz ein Zeichen setzen. Was in Linz oder – um in der Steiermark zu bleiben – in Kapfenberg oder Judenburg möglich ist, müsste auch bei uns in Graz sehr bald Wirklichkeit werden.“

Der KPÖ geht es um die Sache. Deshalb tritt sie für ein gemeinsames Vorgehen aller verantwortlichen Kräfte in der Stadt ein, um dieses Vorhaben zu verwirklichen.

1. Juli 2008