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Stadt Graz friert Richtwertmieten ein

Auf Antrag der KPÖ -Einstimmiger Beschluss des Stadtsenates

Die Richtwertmieten werden in den Grazer Gemeindewohnungen nicht angehoben. Das hat der Stadtsenat am Freitag einstimmig auf Antrag von Wohnungsstadträtin Elke Kahr (KPÖ) beschlossen. Der Hintergrund: Österreichweit steigen die Richtwertmieten mit 1. April 2012 kräftig an, in der Steiermark um 5,18 %. Die 7,11 pro Quadratmeter bedeuten den dritthöchsten Richtwert in Österreich. In Wien liegt der Richtwert beispielsweise bei € 5,16 und damit fast 2,00 € unter dem steirischen Richtwert.
Im Hinblick darauf, dass die allermeisten städtischen MieterInnen nur über ein geringes, vielfach sogar sehr niedriges Einkommen verfügen und die Lebenshaltungskosten bekanntlich in vielen Bereichen sehr stark gestiegen sind, verzichtet die Stadt Graz im Sinne der Sicherung der Leistbarkeit der Wohnungskosten auf die Geltendmachung der Wertsicherung des Richtwertmietzinses für die stadteigenen Wohnungen.
Stadträtin Elke Kahr: „Die Grazer KPÖ nimmt die Teuerungsautomatik, die auch bei uns immer öfter angewendet wird, nicht hin. Deshalb gibt es in den Gemeindewohnungen heuer keine Erhöhung der Richtwertmieten. Es darf nicht sein, dass die Mieten steigen, während die Kaufkraft aus Löhnen und Pensionen gleich bleibt oder gar sinkt. Deshalb setzen wir Taten gegen die Teuerung.“
Die KPÖ-Stadträtin begrüßte es ausdrücklich, dass alle anderen Stadtsenatsparteien diesen wichtigen Antrag des Wohnungsamtes mitgetragen haben.

14. April 2012