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Stiefkindadoption: wichtiger Schritt in die richtige Richtung

Martina Thomüller: Jetzt Nägel mit Köpfen machen

Redout.bmp

Mit der Erkenntnis des EMRG (Europäischen Menschenrechtsgerichtshof), dass ein Verbot der Stiefkindadoption diskriminierend ist, muss der Österreichische Gesetzgeber nun auch endlich darauf reagieren. "Es ist bezeichnend, dass beinahe alle Fortschritte in der Antidiskriminierung gleichgeschlechtlicher Menschen in Österreich erst dann erfolgen, wenn der Europäische Menschenrechtsgerichtshof darauf drängt", zeigt sich KPÖ-Gemeinderätin Martina Thomüller etwas enttäuscht trotz der guten Nachricht.

Alle bekannten Studien belegen, dass es für das Kindeswohl keinen Unterschied macht, ob die Eltern gleichgeschlechtlich sind oder nicht. Im Falle der Stiefkindadoption wird außerdem nur legitimiert, was in der Praxis ohnehin Realität ist. "Gerade die so genannten Familienparteien sträubten sich hier gegen eine Änderung, die ausschließlich den Kindern zu Gute kommt.", meint Thomüller und fordert: "Jetzt ist der richtige Zeitpunkt gekommen, um gleich Nägel mit Köpfen zu machen und das Adoptionsrecht generell für alle Paare zu ermöglichen und nicht wieder auf eine Verurteilung durch den EMRG zu warten."

21. Februar 2013