Theater Kistl muss weiterhin bestehen

Gemeinderätin Christine Braunersreuther: „Die Zukunft des Hinterhoftheaters darf nicht zur Tragödie werden.“

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Theater "Kistl" das bekannteste Hinterhoftheater von Graz

Das Ensemble füllt in der Grazer Theaterlandschaft eine Lücke. „Das Kistl bietet hochqualitatives und unterhaltsames klassisches Theater. Unter anderem kommen viele Schulklasse zu den Vorführungen“, verweist Gemeinderätin Christine Braunersreuther auf den einmaligen und wertvollen Stellenwert des Theaters.

 

Auf alle Fälle muss das Theater Kistl weiterhin bestehen bleiben. „Es wäre besonders wünschenswert, dass das Theater an seinem jetzigen Standort bleibt – schon alleine wegen der wertvollen Architektur und der Verwurzelung im Bezirk St. Leonhard“, plädiert Braunersreuther und wird in der nächsten Gemeinderatssitzung ein entsprechendes Bekenntnis von Kulturstadtrat Riegler einholen. „Die engagierten Komödianten und die zahlreichen Besuchenden sollen sich in keiner Tragödie wiederfinden.“

 

Auch eine andere „Tragödie“ wird an dieser Stelle sichtbar. Im Zuge von Bauverhandlungen haben Anrainerinnen und Anrainer keine Möglichkeit ihre Einwendungen und Bedenken bezüglich der Bebauungsdichte darzulegen. Die Dichtüberschreitung findet in der „Bebauungsdichteverordnung“ des Landes Steiermark ihre Deckung und fällt nicht unter die Nachbarrechte. „Aufgrund von städtebaulichen Gründen wird die im Flächenwidmungsplan ausgewiesene Bebauungsdichte immer wieder – oftmals sehr deutlich - überschritten“, erklärt Klubobmann Manfred Eber und führt weiter aus, dass es „keine Obergrenzen für Überschreitungen der Bebauungsdichte gibt.“


Deswegen wird Eber nächste Woche im Gemeinderat eine Initiative einbringen, welche die Bebauungsdichteverordnung novellieren soll, damit zukünftig betroffene Anrainerinnen und Anrainer Einwände gegenüber der Bebauungsdichte in den Bauverhandlungen einbringen können.

9. November 2017