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Für die Neutralität müssen wir Tag für Tag kämpfen

Veranstaltung von KPÖ und Kinderland am Nationalfeiertag (Fotos)

Die Neutralität Österreichs muss Tag für Tag verteidigt werden. Da stellten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Festveranstaltung von Kinderland und KPÖ fest, die am Sonntag in der Richard Zach Villa in St. Radegund stattfand

Die Grazer Wohnungsstadträtin Elke Kahr sagte deshalb in ihrer Begrüßungsrede:

"Die Neutralität Österreichs wird immer weiter ausgehöhlt. Noch ist aber nichts endgültig entschieden. Die Mehrheit der Bevölkerung in Österreich steht zur Neutralität und würde sich vor die Wahl gestellt – Neutralität oder EU – ganz klar für die Neutralität entscheiden. Und weil das so ist, tritt jetzt auch ein Strache als Verteidigerin der Neutralität auf. Deshalb muss man es immer wieder sagen: Am 26. Oktober 1955 haben ÖVP, SPÖ und KPÖ für das Verfassungsgesetz über die immerwährende Neutralität gestimmt, die Vorläuferpartei der FP war als einzige dagegen!"

Susanne Neumayer, die Vorsitzende von Kinderland Steiermark, erinnerte daran, dass bis heute viele Kinder von jedem Fortschritt ausgeschlossen sind: "Wir sind aufgefordert, das Wohlergehen von Kindern zum Maßstab für den Fortschritt eines Landes zu machen."

Der Publizist Hannes Hofbauer hielt die Festansprache. Er betonte, dass die Neutralität Österreichs auf dem Papier stehengeblieben ist, aber durch die Bestimmungen der EU ausgehöhlt wurde und wird: "Heute ist die Kriegsgefahr größer denn je. Ein neutrales Österreich wäre angesichts der Ukrainekrise gerade heute besonders notwendig. Unser Land steht aber ohne eigenständige Außenpolitik da."
Lieder von Jura Soyfer (Maren Rahmann, Rudi Görnet) und das von Kinderland gestaltete Programm Brecht, Fried, Arbeiterlied waren weitere Höhepunkte der sehr gut besuchten Veranstaltung in Radegund.

26. Oktober 2014