Verabschiedung Maria Cäsar

Ernest Kaltenegger: "Gemeinsam sind wir stärker. Das war ihre Überzeugung."

„Wenn wir zusammen gehen, geht mit uns ein schöner Tag…“ - Mit dem Lied „Brot und Rosen“ begann die heutige Verabschiedung von Maria Cäsar am Grazer Zentralfriedhof. Passender könnte ein Liedtext kaum sein für die Kommunistin und ehemalige Widerstandskämpferin gegen den Nationalsozialismus, die ihr Leben in den Dienst für eine bessere, gerechtere Welt gestellt hat. Wer in diesem Bemühen frustriert war, wurde von Maria Cäsar stets eines Besseren belehrt. Ihr Credo war unumstößlich: „Ich glaube, dass eine bessere Welt möglich ist. Ich glaube, dass die Gerechtigkeit siegen wird.“

Selbst nach ihrer Pensionierung widmete sie sich der Tätigkeit im KZ-Verband, dessen Landesvorsitzende sie viele Jahre lang war, und sensibilisierte als Zeitzeugin an Schulen und in der Öffentlichkeit junge Menschen für die Gefahren des Rechtsextremismus. Das begründete auch ihr hohes Ansehen weit über die Kreise der KPÖ hinaus.

„Gemeinsam sind wir stärker. Das war ihre Überzeugung“, sagte der ehemalige kommunistische Landtagsabgeordnete, Ernest Kaltenegger, in seiner heutigen Rede. Er richtete auch Worte direkt an die Verstorbene: „Danke für alles, was Du getan hast. Du warst und bist für uns ein Vorbild. Wir werden in Deinem Sinne weitermachen.“

„Wir sind stolz auf Maria Cäsar, eine Kommunistin, die gezeigt hat, dass es ein ganzes Leben lang möglich ist, für die Sache des gesellschaftlichen Fortschritts einzutreten“, so KPÖ-Klubobmann Manfred Eber.

Die KPÖ begrüßt die Absicht der Stadt Graz, Maria Cäsar ein würdiges Andenken zu bewahren und einen Platz nach ihr zu benennen.

 

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14. September 2017