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"Visueller Ausnahmezustand"

Noch mehr Geld für das rote Band

Das schmutzig-rote Band im Jakomini-Viertel ist keine Erfolgsgeschichte und hat in der Bevölkerung mehr Unmut als Interesse ausgelöst.
Die zuständige Stadträtin Sonja Grabner (VP) will das aber nicht einsehen und lässt sich in der Sitzung des Stadtsenates am 3. Dezember zusätzlich 51.700 Euro u.a. für „begleitende Kommunikationsmaßnahmen zur visuellen Klammer“ genehmigen.

Bezirksvorsteherstellvertreter Franz Stephan Parteder (KPÖ) wies am Donnerstag darauf hin, dass dieses schmutzig-rote Band keine „visuelle Klammer“ sondern ein sündteures Ärgernis ist. Allein die Anbringung des roten Belages hatte schon 65.000 Euro gekostet. Der KPÖ-Bezirkspolitiker: „Jetzt schießt man 51.700 Euro nach, weil den Leuten diese Designer-Ideen nicht gefallen. Ich halte das für eine Verschwendung.“

Darüber hinaus ärgert er sich darüber, dass vom Wirtschaftsreferat in diesem Zusammenhang von einem „mutigen „visuellen Ausnahmezustand“ mit Signalwirkung“ gesprochen wird.
Parteder: „Ich will keine Stadt im Ausnahmezustand, sondern eine positive und sozial ausgewogene Stadtentwicklung. Diese Anstrengungen können durch Design und durch offensichtlich missglückte Aktionen nicht ersetzt werden“.“

2. Dezember 2010