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Vogelgrippe: Alles o.k. in Hühnerställen?

350 Kontrollen bei Grazer GeflügelhalterInnen

350 Kontrollen wurden in den vergangenen drei Wochen bei Grazer Geflügelhaltern durchgeführt. Die Amtstierärzte stießen dabei auf überwiegend verständnisvolle und disziplinierte Tierhalter.

Aufgrund von H5N1-infiziertem Geflügel wurde am 22. Februar vorsorglich eine Schutz- und Überwachungszone in Graz verordnet. Die Grazer Amtstierärzte mussten seither alle Geflügelhaltungen im Stadtgebiet auf die Einhaltung der Schutzmaßnahmen kontrollieren. Politische Referentin für das Veterinäramt ist KPÖ-Stadträtin Wilfriede Monogioudis.

Registrierungen

Geflügelhalter müssen ihre Tierbestände beim Grazer Veterinärreferat registrieren lassen. Die Zahl dieser Meldungen erhöhte sich in den letzten Wochen schrittweise von 200 auf mittlerweile 270 Tierhaltungen - von gewerblichen Betrieben bis hin zu zahlreichen Hobby-Tierhaltungen.
Egal ob ein großer Hühnerstall oder nur einzelne Laufenten oder Graugänse gemeldet werden - für alle Tierhaltungen gelten dieselben gesetzlichen Vorschriften: Einhaltung der Stallpflicht, Auslegung eines Seuchenteppiches und getrennte Haltung von Land- und Wassergeflügel.

Insgesamt wurden 264 Tierhaltungen von Amtstierärzten überprüft und über 80 Kontrollerhebungen von MitarbeiterInnen der städtischen Desinfektionsanstalt durchgeführt. Bei diesen 350 Erhebungen zeigte sich, dass beinahe alle Tierhalter nicht nur verständnisvoll reagierten, sondern ihre Tiere auch vor einer möglichen Infektion gut schützen.

Auch wenn die Aufhebung der Schutz- und Überwachungszone erwartet wird, so bleibt doch die bundesweite Stallpflicht bestehen. Tiere, die die Freilandhaltung gewohnt sind, sind durch die Stallpflicht zweifelsohne beeinträchtigt, gleichzeitig schützt diese Maßnahme weiterhin diese Tiere vor einer möglichen Infektion. Schlechte Nachrichten also für Laufenten & Co: die Stallpflicht bleibt voraussichtlich bis Ende Mai aufrecht. Freuen können sich darüber nur die Schnecken.

(Aus graz online)

16. März 2006