Volksbefragung Plabutsch|Gondel

Die Bevölkerung kann entscheiden!

Stadträtin Elke Kahr: „Der Einsatz der KPÖ, dass nicht über die Bevölkerung drübergefahren wird, hat sich als richtig herausgestellt.“

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Bei einer rasch einberufenen Pressekonferenz von ÖVP und FPÖ wurde heute bekannt, dass die Grazer mittels Volksbefragung zur Plabutsch|Gondel befragt werden sollen. „Es ist gut, dass ÖVP und FPÖ eingesehen haben, dass es wichtig ist, die Bevölkerung bei diesem Großprojekt von Anfang an einzubinden“, so Stadträtin Elke Kahr.

 

Diesen Dienstag veranstaltete die KPÖ eine Informationsveranstaltung zur Plabutsch|Gondel in Eggenberg, bei welcher zahlreiche Betroffene erstmalig ihre vielen und ernstzunehmenden Bedenken gegen dieses Projekt Ausdruck verleihen konnten. „Man sieht nun, dass der Druck der Bevölkerung was bewegen kann“, so Kahr.

 

Skeptisch ist Kahr jedoch was den Termin der Volksbefragung betrifft. „Was spricht eigentlich dagegen die Bevölkerung in diesem Jahr zu befragen und nicht erst 2020? Bis dahin werden wichtige Beschlüsse zur Gondel im Gemeinderat gefällt werden. Außerdem könnte man sich die Planungskosten von 500.000 Euro und Verfahrenskosten von 70.000 Euro, welche bis zur Volksbefragung anfallen, ersparen.“

 

„Wenn Bürgermeister Nagl sagt: „Ja, ja, ja für eine Gondel“ wird die KPÖ in dieser Frage ihm auch weiterhin Paroli bieten und wünschen uns ferner, dass die Einigkeit zwischen uns, SPÖ und Grünen bei der Gondel bestehen bleibt“, so Kahr.

 

Ausdrücklich wird wieder betont, dass die KPÖ sich für eine Attraktivierung des Thaler Sees sowie des Plabutsch einsetzt. Bessere Beschilderungen bei Wanderwegen, mehr Sitzmöglichkeiten sowie Kinderspielplätze, sollen den Plabutsch zum Familienberg und nicht zum Eventberg machen. "Bei einer 10er-Gondel, welche 1.300 Menschen pro Stunde hinaufkarren kann, wird von Naherholung und Natur wenig zu spüren sein“, so Kahr und wünscht sicher weiter, dass „für den Thaler See eine bessere Erreichbarkeit mit dem Bus weitaus sinnvoller wäre. Familie und ältere Leute sollen direkt vom Zentrum zum beliebten Thaler See gelangen.“

 

„Wir verwehren uns dagegen, dass die KPÖ ein Projekt gegen das andere ausspielen will! Jedoch sei auch gesagt, dass es in Graz viele Bereiche gibt, wo einfach das Geld fehlt: seien es der Ausbau des Öffentlichen Verkehrs, mehr Gemeindewohnungen und Kinderbetreuungseinrichtungen sowie der Schaffung von Grünraum, welcher zur Erholung der Leute in der Stadt dient“, so Kahr.

14. Februar 2019