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Vor 80 Jahren begann der Spanische Bürgerkrieg

Damals wie heute: Für Demokratie, Gerechtigkeit und Menschenwürde!

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Unter der rot-gelb-purpurnen Fahne der Zweiten Spanischen Republik kämpften auch 1.400 ÖsterreicherInnen für Demokratie und Freiheit.

Vor 80 Jahren, am 17. Juli 1936, putschten die Nationalisten unter General Franco gegen die Spanische Republik und ihre gewählte Linksregierung. Daraufhin erhoben sich Millionen Menschen, um Demokratie und sozialen Fortschritt zu verteidigen. Es war ein Ereignis von internationaler Bedeutung. Die Spanische Arbeiterbewegung war nach der österreichischen die einzige in Europa, die sich gegen den Faschismus erhob. Sie konnte in vielen Städten und Gebieten die Faschisten rasch niederwerfen. Nach nur wenigen Tagen befand sich der Großteil Spaniens unter Kontrolle der Frente Popular. Doch Hitler und Mussolini eilten Franco zur Hilfe. Deutsche Flugzeuge transportierten für Franco Kriegsmaterial und tausende Soldaten von Marokko nach Spanien.
 

Internationale Solidarität

Im Oktober formierten sich die Internationalen Brigaden, in deren Reihen auch 1.400 ÖsterreicherInnen auf Seiten der Republik für Spaniens Freiheit kämpften. Sie stellten damit eines der größten Kontingente der Voluntarios Internacionales de la Libertad. Im Februar 1934 hatte die Österreichische Arbeiterbewegung eine entscheidende Niederlage erlitten. Die christlich-soziale Regierung unter Engelbert Dollfuß hatte den austrofaschistischen Ständestaat und den Aufstand dagegen brutal niedergeschlagen.

Viele DemokratInnen und AntifaschistInnen wurden eingekerkert oder mussten das Land verlassen. Sie waren der Kern jener ÖsterreicherInnen, die für Spaniens Freiheit und damit auch für die Freiheit ihrer Heimat kämpften.

Erst 1938 wandte sich das militärische Blatt zugunsten der Francos, nicht zuletzt aufgrund der Überlegenheit in Sachen Kriegsgerät. Als 1939 Barcelona und Madrid fielen, war der Sieg der Faschisten besiegelt. Sie entfesselten ein Terror-Regime und verhafteten fast anderthalb Millionen Menschen. Franco hielt sich bis zu seinem Tod 1975 eisern an der Macht. Erst 1977 fanden wieder freie Wahlen statt.
 

Die Lehren

An diesem Gedenktag gilt es, Lehren zu ziehen. Die Unzufriedenheit der Menschen steigt. Wo Arbeitsplätze und soziale Rechte immer weniger werden, folgt die Rücknahme demokratischer Rechte auf dem Fuß. Die KPÖ Steiermark erinnert anlässlich dieses Jahrestages daran, dass demokratische und soziale Errungenschaften immer verteidigt werden müssen. Denn auch heute machen sich die herrschenden Eliten daran, sie zu entsorgen.

Das Andenken an die KämpferInnen für Demokratie, Gerechtigkeit und Menschenwürde besteht im Wesentlichen darin, auch heute für Demokratie, Gerechtigkeit und Menschenwürde einzutreten.

16. Juli 2016